401
XVIII.
Rauchen von Hanf.
In vielen Ländern Asiens bedient man sich zum Rauchenstatt des Tabaks des gemeinen Hanfs (Lnnnubis sutivu),eines Gewächses aus der Familie der Urtieren, welches nar-kotische Eigenschaften hat, und in Persien , sowie in den ge-mäßigten Ländern Asiens einheimisch ist. Nach Kämpferist dieser Gebrauch in Persien sehr verbreitet, wo der Hanfoder Haschisch heißt. Auch die gemeinen Türkenund Aegppter rauchen Hanf, welcher den Namen Nusluo oderMalach führt. Nach Niebuhr?) pflegen ferner die Araberder niederen Classen getrocknete Hanfblätter zu rauchen, oderdieselben dem Tabak beizumengen, während sich nur die Vor-nehmen des »»vermengten Tabaks bedienen. In Arabienwird der Hanf LanK , kuenx oder öanchs genannt.
In Persien und Sprien herrscht ferner der Gebrauch, ausden Blüthen der weiblichen Hanfpflanze, die man klein stößtund in heißer Asche erwärmt, einen Teig zu bereiten, aus dem
') ^moenikstss exotions. p. 645. Dorvaulk Jur Naturgeschichte,Chemie und Pharmakologie des Haschisch, in kulletin <Ie 'l'deragie.Oct, >848.
Beschreibung von Arabien S. 75.
86