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Das Kaad-Kauen ist in Arabien ein sehr alter Gebrauch,der nach Sylvester de Sacy') selbst der Einführungdes Kaffees lange vorausging. In früherer Zeit bereiteteman auch aus den Blattern des Kaads durch Aufguß vonheißem Wasser ein theeartiges Getränk, das aber nachLa Roque?) durch den Kaffee ganz verdrängt worden ist.Der Kaad-Strauch kommt nach vr. Roth^) ferner im süd-lichen hohen Habesh, in Schoa , und in den angrenzendenLändern, in Kaffa und Enarea, vor, wo er Strauch, Chaat,heißt. Er wird daselbst gebaut. Die während der trockenenJahreszeit gepflückten und an der Sonne gedörrten Blätterwerden entweder gekaut, oder in Milch gekocht, oder mitsiedendem Wasser begoßen und mit einem Zusatz von Honigals Thee getrunken. Sie haben die Eigenschaften des Thees,und verscheuchen den Schlaf.
>) Ldrestomaebis /rrade. Vol. 1. p. 419.
Vraite Iiistoriqne Oe I'nriKine <iu Oke. ksri» 1716. p. 320.
Harris slw Hitzklanäs ok äeUiiopia. I.onäou 1844. ^xpeuäix.Uoesn^ of Silos. Vol. 2. I>. 474. Vol. 3. p. 334. Gesandschastsreisenach Schaa in den Jahren 1841—43. B. 2. S. 148.