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10. Die Einnahme von Tschinkiang und ihre Folgen.
21. Juli1842.
handbuche eine Million Truppen vorhanden sein sollen? War-um? Weil die amtlichen Angaben despotischer Seiche derWirklichkeit widersprechen, auf Lug und Trug beruhen. DieEngländer waren niemals so zahlreich, als zur Zeit, wo sie vorTschinkiang standen, und doch belief sich das ganze Heernicht auf siebentausend Mann ! Mit diesen haben sie der Re-gierung zu Peking die Friedensbedingungen vorgeschriebenund hiemit hätten sie auch die Mandschudynastie aus ihrerHauptstadt jagen und das chinesische Reich, nach seinem gan-zen Umfange, überlaufen können. Mit einer nicht grösserenTruppen zahl wollte bereits, in der zweiten Hälfte des sechzehn-ten Jahrhunderts, ein spanischer Handelsagent zu Manilla daschinesische Reich der Ming für König Philipp II. erobern 1 .
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Die Einnahme you Tschinkiang und ihre Folgen.
Tschinkiang sollte von der Landmacht erobert werden.Die Schiffe nahmen, einige Schüsse und Bomben abgerechnet,welche, um die Truppenlandung zu decken, in die Stadt ge-worfen wurden, am ganzen denkwürdigen Kampfe keinenAntheil. »Chinesen und Mandschu mögen erfahren, dass sienicht der Schiffe wegen den Kürzeren zogen, sondern dass esihnen an Muth und Einsicht, an Waffenkünsten und Kriegs-geräthe gebricht, um im Kampf gegen ihre Feinde mit einigerEhre bestehen zu können. «
Frühe am Morgen begann der Angriff. Man wollte diezahlreichen, in den Verschanzungen aufgestellten chinesischenTruppen von der Hauptmacht abschneiden, weshalb die ersteund dritte Brigade mit einer Artillerieabtheilung in den west-lichen Vorstädten, der Goldinsel gegenüber, ausgeschifft wur-den. Lord Saltoun erhielt Befehl, an der Spitze der erstenBrigade die Verschanzungen anzugreifen, während Sir Hughselbst mit der dritten und dem Rest der Artillerie gegen das
1 Neumann, Geschichte des englisch-chinesischen Krieges. Leipzig ,1650. 291. 2. Auflage.