16 Egli, die Entdeckung der Nilquellen.
Ringe in Nasen und Ohren, an Händen und Füssen trugen und in seiner Heimat auch der dunkle Menschsich seines Lebens freuen durfte*.
Allein selbst jene berühmten Reiterschaaren, die,in Schuppenkürasse gekleidet und mit Lanzen be-waffnet, auf Dongolabengsten zu fechten pflegten,die niebesiegten Scheikie unterlagen auf dem Blutfeldevon Korti, und die Brandnacht, in welcher der kühneMelik, zubenannt el Nimmr (= Tiger), Mehemet Ali’s jüngsten Sohn Ismaei Pascha den Flammen über-lieferte 2 , wurde durch den von Kordofan herbei-eilenden Mohamed Bey el Deflerdar schrecklich gerächt.Er wurde el Djelad (== Henker) des Landes; aberBellet-Sudan war der ,Civilisation 6 geöffnet, und inder That, die Vervollständigung unserer Kenntnissder obern Nilländer ruht ganz wesentlich auf demKriegsglücke des^Sesostris der ägyptischen Neuzeit.
Dort wo der blaue Fluss sein durchsichtiges, fastmeergrünes Wasser zu den angeblich drei Mal star-kem, trüben, milchähnlichen Fluten des weissen Nilsgesellt, um noch weithin gesondert neben ihm hin-zufliessen ;1 , also zwischen der Confluenz zweierStröme, deren jeder die majestätische Breite desRheins hei Köln hat' 1 , lag, von Urwald umgeben,
•) Andree’s Globus III, p. 247.
2 ) Im October 1822.
3 ) Murray, Life of Bruce 1808, p. 418. Vergl. auch Linantin J. B. G. S. II, p. 185 u. a. m. Dass die Superiorilät, wenigstenshinsichtlich des Volumens, dem weissen Nil gehört, ist seit Russ-egger (Reisen in Buropa, Asien und Afrika lS^'/is, 2. Bd. tb. I.p. 515 und ausführlicher ib. th. II, p. 82) entschieden.
- 1 ) Russegger, Reisen etc. 2. Rd. I, p. 51G.