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Geschichte der Gemeinde Wetzikon / von Felix Meier ; herausgegeben von der Lesegesellschaft Oberwetzikon
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tags mit einem Wagen, der gewöhnlich mit drei stattlichen Pferden be-spannt war, nach Zürich und versah als ein äußerst zuverlässiger Mannden Botendienst in Waaren jeglicher Art für Wetzikon und die an derStraße nach Zürich liegenden Orte. Im Herbst 1878 war er genöthigt,seinen Beruf wegen Kränklichkeit aufzugeben; er starb 1880. Seitherhat die hiesige Gegend keinen Boten mehr.

Im Jahre 1832 bewilligte die Regierung der Gemeinde Wetzikon zwei Jahrmärkte, von denen der eine im März, der andere im Oktoberstattfand. Eine Reihe von Jahren waren dieselben sehr stark besucht,so daß sie sich von der Metzg bis ins Unterdors Wetzikon hinab erstreckten,verloren aber später in Folge der beinahe in allen Ortschaften entstandenenKaufläden allmülig an Bedeutung und gingen ums Jahr 1860 gänzlichein. Seither sind Viehmärkte eingeführt worden, die je am ersten Montageines Monates abgehalten werden.

Vor dem Jahre 1830 kannte der gewöhnliche Bürger keine Zeitung;er befaßte sich wenig mit der Politik und für die amtlichen Bekannt-machungen bestand der Kirchenruf. In Folge des politisch bewegtenLebens der Dreißigerjahre und des zunehmenden Verkehrs erwachte je-doch allmülig das Bedürfniß nach allgemeinen Tagesblättern. Es ent-standen in den meisten Bezirken Lokalzeitungen, welche die Tagesneuig-keiten und Anzeigen jeglicher Art auch dem ärmsten Manne zugänglichmachten, so 1852 in Pfäffikon derAllmann", welchen die Gemeindender Bezirke Hinweil und Pfäffikon als obligatorisches Publikationsmittelerklärten. Ums Jahr 1860 wurde in Pfäffikon ein zweites Bezirksblattgegründet. DerAllmann" siedelte zuerst nach Hinweil und von da aml. Juni 1868 nach Unterwetzikon über und ist seither unter der Re-daktion des ehemaligen Lehrers Konrad Altorser von Kloten die seltenin einem Hause zu Wetzikon und den meisten Gemeinden des BezirkesHinweil fehlende Zeitung. Seit 1861 erscheint er wöchentlich zweimal,je Mittwochs und Samstags; 1870 erhielt er den Namender Frei-sinnige". Die Abonnentenzahl betrügt gegenwärtig zirka 3500.

22. Die Ortsnamen von Wetzikon .

Nur zwei unserer Ortsnamen stammen aus der voralemannischenZeit; der Name A a oder Aha war schon bei den Kelten gebräuchlichund bedeutet Wasser. Sodann haben uns auch die Römer ein sehrschönes Sprachdenkmal hinterlassen; es betrifft dieß den OrtsnamenKempten , das damals Eampockniruin oder Lninpitumun hieß. DieseNamen sind zusammengesetzt aus dem lateinischen Worte eainpus d. h.Feld, Ebene und dem ebenfalls lateinischen äunum oder dem keltischenUm d. h. Berg. (lampoämiuin oder (Ämpituinun bedeuten mithin,möglicherweise auch noch zum Unterschied einer in geringer Entfernung

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