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Geschichte der Gemeinde Wetzikon / von Felix Meier ; herausgegeben von der Lesegesellschaft Oberwetzikon
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kolle hierüber gänzlich schweigen, einzig und allein eine Notiz im Ehe-register Antwort, welche lautet: „Am 20. Juni 1713 wurden HansPfister abem Robank und Margaretha Muggli aus dem Grüt wegenabgeschlissener Kirche in der Pfarrscheune kopulirt." Dieselbe stand nebendem Pfarrhause und zwar da, wo gegenwärtig das Haus des WeinschenkGujer sich befindet.

Der Bau der Kirche wurde im Lause des Sommers und Herbsteszn Ende gesührt. Am 22. Oktober 1713 sand die seierliche Ein-weihung des neuen Gotteshauses statt, bei welchem Akte eine Kirchen-steuer von 22 fl. 22 ß. aufgehoben wurde. Ueber die Veranstaltungdieser Feier und den Verlauf derselben überhaupt enthalten die Protokolleleider kein Wort.

Die im Jahre 1714 von Pfarrer Kilchsperger gestellte Bau-rechnung zeigt an Einnahmen 2136 fl. und an Ausgaben 2153 fl.,ergab mithin ein kleines Defizit von nur 17 fl., welches aus demKirchengute gedeckt wurde. Von einer Steuererhebung für den Banfinden wir nirgends eine Spur. Die Ausgaben wurden, wie wir obenerwähnt haben, größtentheils durch freiwillige Beiträge der Kirchgenossenin Gaben von 1 bis 100 fl. gedeckt. Man betrachtete es als eineEhrensache und als Christenpflicht, freiwillig und ohne Zwang nach demihm verliehenen Vermögen an dem allgemeinen Werke mitzuhelfen unddasselbe nach besten Kräften zu fördern.

Seit dem Jahre 1713 bis auf die Gegenwart herab sind an denKirchengebäudcn und deren Umgebung folgende größere Reparaturenund Veränderungen vorgenommen worden:

1713. Gleichzeitig mit dem Kirchenbau wurde auch der Thurm ver-bessert und geweißt, Kosten 102 N.

1714. Die Kirchhofmauer neu erstellt durch Maurer Heinrich Pfenningervon Balm und mit Ziegeln bedeckt, Kosten 334 T.

1761. Hauptreparatur an Kirche, Vorzeichen, Thurm und Kirchhofmauerdurch Meister Hs. Heinrich Dauert von Unterwetzikon und MeisterBauert von Grüningen; Kosten 460 K, woran die Gemeindevon Hans zu Haus eine freiwillige Steuer von über 200 Teinsammelte.

1813. Südlich neben dem Chor wurde zur Aufbewahrung der Leichen-bahren ein kleines Dach erstellt, welches man bei der Haupt-reparatur der Kirche im Jahre 1855 wieder entfernte.

1815. Es werden statt der Ziegel Platten auf die Kirchhofmauer gelegtund neue Thürgerichte und Treppen bei den Eingängen zumKirchhof erstellt. Die Thürgerichte und Platten verfertigte Stein-metz Suter in Stäfa ; die Tritte bezog man von Eschenbach, denKalk von Rüti . Die Maurerarbeit übernahm Maurer Lätsch vonBalm. Gesammtkosten 670 «. Die Gemeinde bezahlte an diese