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Vorrede.
Es giebt bekanntlich auch Quadranten, Halb-zirkel und andere gnomonische Werkzeuge,dergleichen der untlerbliche Lambert verschiedenesehr sinnreich ausgedacht, und in seinen Beiträgenzum Gebrauche der Mathe niatic beschriebenhat; welche Sonnenhöhe und Zeit zugleich angeben.Allein der grosse Mann urtheilet selbst davon: (Beitr.II Theil i Abschn. X, tz. 21.) Alle gnomonischeInstrumente, wobei das, was man sucht, auf einerganzen Fläche herum getragen und gesucht werdenmuss, fallen auf eine solche Art ins Weitläuftige, dassman, so sinnreich sie auch ausgesonnen sind, mit gutemGrund einfachere wünschen kann. Und Kästner sagtan dem, Eingangs der Vorrede, angeführten Orte:
Habe ich ein Werkzeug Höhen zu messen, undwill mit demselben auch die Stunden finden, nichteben mit astronomischer Schärfe, sondern wie man esim gemeinen Leben für zulänglich findet; so thue icham besten, dass ich auf dem Werkzeuge nur nach derHöhe sehe und in der Tafel nach der Zeit; statt dassich mir die Mühe gebe, die Tafel, in künstlichen Zü-gen, auf das Werkzeug zu tragen.
Wer übrigens mit einem Sextanten die Höhe derSonne genauer messen will, als es aus freier Hand,wegen der kleinen Bewegungen, welche der Pulsschlagverursachet, und die bei einem Menschen stärker undzitternder sind, als bei einem andern, möglich ist;wird wohl thun, denselben auf der Rückseite mit einerQuerleiste versehen zu lassen, und mit einem gewöhn-lichen Feldmesser-Stativ, auf dessen Kopfe eine soge-nannte Nuss befindlich ist, in Verbindung zu bringen*Auch lässt sich auf den Pinnacidien ein Fernrohr derge-stalt befestigen, dass das freie Spielen des Lothes dar