Vorrede.
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schatten so schmal ist, dass sich das Auge nicht daranIstösst,
den grossen weit vorzuziehen.
Der Hauptvorzug der Tafeln und des Sextantenvor den Sonnenuhren bestehet aber darinnen, dassman mittelst ihrer, in jedem von der Sonne beschein-baren Zimmer, die wahre Zeit ohne etwas Ungewissesvoraus zu setzen, und mit aller möglichen Bequemlich-keit erführet. Bei den Sonnenuhren muss man immerden Zweifel haben, ob sie richtig gezeichnet und con-ftruirt sind. Die kleinen beweglichen, und insbeson-dere die mit Magnetnadeln versehenen, zeigen dieZeit nur sehr ins Grobe, und sind insgemein nur fürden Augsburger oder Nürnberger Horizonteingerichtet. Die an den Wänden befindliche sind sel-ten richtig, und die in Gärten oder Höfen, auf Piede-lale gesezten Horizontal- und andere Uhren werdenmit der Zeit wandelbar, sind öfters mit Regenwasser,.Schnee und Eis bedeckt; oder wenn man bei einzel-nen Sonnenblicken nach ihnen sehen will, so hat manden Verdruss, dass indem man hingehet, sich dieSonne schon wieder hinter den Wolken verborgen hat.Zu geschweigen, dass Tafeln und Sextant kaum dieHälfte desjenigen kosten, was eine richtige, zierlicheund dauerhafte Sonnenuhr kosten würde.
Was nun schliesslich die Erklärung und Ge-Jrauchsanleitung dieses Werkes betriff, so habeich sie so kurz und so deutlich abzufassen gesucht, dasssie hoffentlich jeder Laye vollkommen fassen und ver-üben wird.
* Im Beschlusse derselben habe ich einen Begriff von^ z i mu thaltaf ein gegeben, und die Vollendung derBerechnung und Herausgabe derselben unter der Be-