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Erläuterung zur Flötzkarte des Saarbrücker Steinkohlen-Districtes
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einem sicheren Anhalte, und es ist diese Frage um so mehr dempraktischen Interesse entrückt, als die Mächtigkeit des Unterroth -liegenden so überaus bedeutend ist, dass die Aufsuchung des gegendie Tiefe der Mulde darunter gelagerten Steinkohlengebirges wenig-stens auf eine sehr entfernte Zukunft hinausgeschoben wird.

Die untere Abtheilung des Rothliegenden ist hauptsächlich zusam-mengesetzt aus gelblichen Sandsteinen mit Kohlenschiefer-Zwischen-lagern und drei bis vier schwachen Kohlenflötzen hei Lebacli, Reis-weiler, Hirtel, Mainzweiler u. s. w., wo tlieilweise noch jetzt Berg-bau auf ihnen getrieben wird; ferner aus bunten Schiefern miteinem schwachen Kohlenflötz nördlich von St. Wendel und mehrerenKalksteinflötzen, dann aus (Konglomerat, Sandstein und Hornstein-fels, mit rothem und dunkelgefärbtem Schieferthon wechsellagernd,aus Röthelschiefer, feinkörnigem Sandstein, thonigem Sandstein-schiefer, Mergelschiefer, Porphyrit und Porphyrconglomerat. BeiLebach tritt in dieser Abtheilung ein 9 bis 10 Lachter mächtigerSchieferthon - Schichtencomplex mit dünnen Thoneisensteinflötzchenund Nieren, das sogenannte Lebacher Eisensteinlager, wie das ProfilA. B. zeigt, in Muldenform mit einem Süd- und Nordflügel auf.

Die wenigen Steinkohlenflötze des Unterrothliegenden habeneine Mächtigkeit von 5 bis 15 Zoll und sind namentlich weiter nachNorden hin meist versteint.

Sie führen, wie die zunächst unter ihnen liegenden oberenPlötze des productiven Kohlengebirges, eine Flammkohle, welchenur geringe Beimengungen von Dolomit enthält und sich hierdurchvon den Kohlen jener Plötze unterscheidet.

3. Endlich wird an den Abhängen des Saarthaies das Stein-kohlengebirge mehrfach von Diluvialbildung oder von älteren Al-luvionen bedeckt. Dieselben liegen, wie aus dem oben angeführtenVerhalten hervorgeht, an mehreren Stellen auf der Scheide desSteinkohlengebirges und des Buntsandsteins und sind, wo dieser amAusgehenden aufgelöst und zersetzt ist, nicht immer leicht von dem-selben zu unterscheiden. Diese Ablagerungen bestehen aus Lehm,Thon und Sand, der Gerolle von weissem Quarz, von Quarzit undSandstein des Devon und schwarzen Lydit enthält. Dieselben sindwohl grösstentheils aus der Zerstörung von Conglomeraten des Bunt-sandsteins , des Rothliegenden und des Steinkohlengebirges hervor-gegangen.

Lagerung des Steinkohlengebirges.

Das productive Steinkohlengebirge liegt unmittelbar und gleich-förmig gelagert unter dem Südflügel des Unterrothliegenden. Bisjetzt ist nur der dem Südfiügel des Steinkohlenbeckens entsprechende