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Erläuterung zur Flötzkarte des Saarbrücker Steinkohlen-Districtes
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solcher Flötze geschieht, welche demselben durch reichliche Ent-wickelung von Grubengas oft recht wesentliche Hindernisse ent-gegenstellen. Die Entweichung des aus den Flötzen entwickeltenGases durch das Nebengestein zeigt sich besonders an dem Aus-strömen desselben aus Klüften in den Sandstein- und Gonglomerat-lagen, den sogenanntenBläsern oder Gasquellen, wie dieselbenauf der Grube Wellesweiler und Gerhard vielfach vorgekommen undnoch vorhanden sind. Das Verhalten der Gasentwickelung zeigtübrigens, dass die Klüfte der Steinkohle mit Gas erfüllt sind, wel-ches beim Anhauen derselben daher in grösserer Menge entweicht,als es sich demnächst aus der Kohle entwickelt. Mit dieser Ent-wickelung von Grubengas scheint übrigens die Veränderung derSteinkohle in Verbindung zu stehen, welche bald nach ihrer Ge-winnung und in der Berührung derselben mit der atmosphärischenLuft stattfindet. Diese Veränderung zeigt sich darin, dass frischgeförderte Kohlen mehr Leuchtgas ausgeben, besser verkoken undfestere Koks liefern als solche, welche bereits einige Zeit an derLuft gelegen haben; die backende Eigenschaft nimmt also unterdiesen Verhältnissen ah. Auch ist es bekannt, dass Sinterkohlensich an der Luft verändern und nicht mehr so viel Heizeffect lie-fern, als wenn sie frisch gefördert benutzt werden. Die Verände-rungen, welche die Kohle hierbei erleidet, sind noch nicht unter-sucht. Dieselben machen sich aber bereits, wenn auch in einemgeringeren Grade, bemerkbar, wenn die Steinkohle im anstehendenZustande durch den Betrieb von Strecken auf den Flötzen der Be-rührung mit atmosphärischer Luft, welche die feinen Klüfte der-selben durchdringt, ausgesetzt wird.

Nebengesteine.

Unmittelbar im Hangenden jedes Flötzes findet sich gewöhn-lich gradschieferiger und oft mit Kohlenstreifchen durchzogenerSchieferthon, nur selten und stellenweise wird derselbe durch Sand-steine und Gonglomerat ersetzt. Nicht selten tritt der Fall ein,dass, wo Sandstein oder Gonglomerat unmittelbar auf einem Flötzeliegt, dasselbe vielfache grössere und kleinere Unregelmässigkeitenzeigt, von denen nichts bemerkt wird, sobald eine Lage von Schiefer-thon dazwischen auftritt. Im Liegenden jedes Flötzes ist dagegender Schieferthon, wenn auch nur in geringerer Mächtigkeit, bei-nahe ohne Ausnahme vorhanden. Die Sandsteinlagen nehmen aufdiese Weise vielfach die Mitte zwischen den Kohlenflötzen ein, oderwechseln hier mit Schieferthon ab, in den sie durch sandigenSchieferthon ebenso wie andererseits in Gonglomerat übergehen.

Das Gonglomerat tritt in Schichten von 3 bis 20 Lachter