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weit verfolgen, bis sie als blosse Streifen fortsetzen. Vielfachschreitet die Verdrückung der Flötze vom Hangenden gegen dasLiegende fort, doch kommen auch einzelne Fälle vor, wo die Unter-bänke früher davon ergriffen werden als die Oberbänke. Bei meh-reren nahe gelegenen Flötzen zeigt sich auch, dass das rothe Ge-birge nicht winkelrecht gegen die Schichten begrenzt ist, sondernsich in einer diagonalen Richtung durch dieselben hindurchzieht.Das Zusammenvorkommen des rothen Gebirges mit der Bedeckungdes Steinkohlengebirges durch Buntsandstein hat die Ansicht her-vorgerufen, dass der letztere von Einfluss auf diese Erscheinungsei und sie veranlasse. Die Widerlegung dieser Ansicht liegt aberin den vielen Parthien des rothen Gebirges, welche in weiter Ent-fernung vom Buntsandstein und ganz unabhängig von demselbenauftreten.
Das rothe Gebirge findet sich an allen Stellen, an denen dasRotherz vorkommt, so im Hangenden der Jägersfreuder Flötze , imBurbachthale im Bereiche der Rotherzgrube Lanfert, im Liegendender Guichenbacher Flötze und, wie der Name „Rothhüller”-Flötzeandeutet, im Liegendsten der liegenden Flötzparthie; ausserdemkommt dasselbe im Bereiche der Grube Reden, im Hangenden desden westlichen und östlichen Theil dieser Grube trennenden Sprunges,dann im östlichen Tlieile der Grube Kohlwald und in grosser Aus-dehnung zwischen der Grube Wellesweiler und den Bauen des Zieh-waldstollens vor. Mit dem letzteren Auftreten des sogenanntenrothen Gebirges hat es indess möglicherweise eine andere Bewandt -niss. Dasselbe wird durch einen weit aushaltenden, in der Streich-richtung der Flötze laufenden Sprung vorgeworfen und ist vielleichtnichts Anderes als Rothliegendes (flötzarmes Steinkohlengebirge),welches östlich von Wellesweiler an Stelle des productiven Stein-kohlengebirges mit dem bunten Sandstein markscheidet.
Störungen des SteinkohlengeMrges.
Die Störungen, welche den Zusammenhang der Steinkohlenflötzeunterbrechen, sind wesentlich von zwei verschiedener Art: Sprünge(Verwerfungen) und Ueberscliiebungen.
Die Sprünge bestehen in schmalen, nur selten mächtigerenKlüften, welche die Schichten durchschneiden und an denen die inihrem Hangenden befindlichen Schichten in einem tieferen Niveauliegen, als diejenigen, welche sich in ihrem Liegenden befinden.Dieselben streichen zwar nach verschiedenen Richtungen, aber dochgrösstentheils nahe rechtwinklig gegen die Streichungslinie derFlötze, während doch auch andererseits viele sogenannte ,,streichendeSprünge” sich denselben mehr nähern. Das Einfallen dieser Sprünge,