Buch 
Erläuterung zur Flötzkarte des Saarbrücker Steinkohlen-Districtes
Entstehung
Seite
38
JPEG-Download
 

38

Ausser den aufgcführten bauwürdigen Flötzen kommen nochgegen 20 unbauwürdige Flötze mit zusammen 260 Zoll Kohle vor.

Der Qualität nach gehören die Kohlen dieser Parthie, wie auchdie der folgenden hängenderen Flötzparthien der Sinterkohle an.

Die Gesammtmächtigkeit dieser Parthie beträgt 335,5 Lachterund sie verhält sich zur bauwürdigen Kohlemnächtigkeit wie 39,6zu 1.

Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Flötze treten zuerstam südlichen Gehänge des Sulzbachthaies bei Jägersfreude unterdem Buntsandstein hervor, wo die Grube Jägersfreude dieselbenzwischen dem Sulzbach - und Fischbachthale in einem dachen Sattelaufgeschlossen hat, werden dann, sich immer weiter auseinander-ziehend, zuerst durch den 60 bis 70 Lachter hohen Herculessprungund demnächst durch einen fast dem Flötzstreichen folgenden30 Lachter hohen Sprung ins Hangende verworfen, setzen in derGruppe des Amelungüötzes weiter nördlich bis an den Sattel derGrube von der Heydt und nehmen dann eine östliche, jedoch nurdurch wenige alte Schürfe bekannte Richtung nach den Flötzender Grube Friedrichsthal hin, mit denen sie wahrscheinlich in Zu-sammenhang stehen.

Die Neigung der Flötze beträgt 15 bis 20 Grad nördlich. Dasbedeutendste derselben ist auf Jägersfreude das Hardenbergflötz.

Wahrscheinlich ist dieses Flötz die westliche Fortsetzung desMotzftötzes der Grube Friedrichsthal. Die Gewissheit darüber wirderst durch weitere Aufschlüsse geliefert werden. -Das Motzflötz,sowie die liegenden Flötze desselben treten in der Nähe des Cer-berussprunges in dem bei der liegenden Flötzparthie beschriebenenDuttweiler Sattel und in der südlich gelegenen Mulde auf. Der-selbe wird hier jedoch durch den oben genannten Sprung unter-brochen und ist jenseits desselben in denselben Flötzen bis jetztnoch nicht aufgeschlossen worden.

Das mächtige Kallenbergflötz der Grube Reden wird zwar fürdie Fortsetzung des Motzflötzes auf Friedrichsthal gehalten, dieseAnsicht ist jedoch noch nicht vollständig erwiesen und es ist mög-lich, dass die Fortsetzung des Motzflötzes sich noch im Liegendendes Kallenbergflötzes befindet und dann östlich des mächtigenSprunges auf der Grube Reden mit dem hier kürzlich aufgeschlos-senen mächtigen Flötze (vielleicht nur irrig als Kallenbergflötz be-zeichnet), dann mit einem mächtigen Flötz in dem Einschnitte derZweigbahn nach Heinitz und dann mit den liegenden Flötzen desZieliwaldstollens zusammenhängt.

Im westlichen Theile des Steinkohlengebirges tritt diese Flötz-parthie bei Stangenmühle und Clarentlial in einer Kuppe des sich