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Schweizerlieder / von einem Mitgliede der Helvetischen Gesellschaft zu Schinznach, Johann Kaspar Lavater
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151
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Lied für Schweizerin ädcheu.

Das ist Waare für Coqnetten;

Blumen nur sind unsre Zier;

Milch und Wajser trinken wir.

Wenn sie sich mit weicher SeidenHalbe Tageslängen kleiden,

Und den Strahl der Sonne meiden,

Wenn sie bey den wärmsten TagenIn dem Zimmer Handschuh tragen,

Und doch über Hizze klagen,

Wollen wir auf unsre HöhenGern im rauhen Zwillich gehen,

Herzhaft an der Sonne stehen,

Schwestern! bis vom FeldebaunUnsre Wangen werden braun.

Weiln sie an den LekkertischenUns verleumden, uns auszischen,

Künstlich Karrcnblättcr mischen,

Baasen ihren Baasen krazzen,

Und von Hündchen und von KazzenManchen langen Abend schwazzcu,

Sizzen wir, wir Schweizerinnen,Schaarenwcis mit muntern Sinnen,

Bey der Kunkel, — singen, spinnen

K 4

Dapfer/