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Elemente der Psychophysik / von Gustav Theodor Fechner
Entstehung
Seite
30
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den Ergebnissen zahlreicher, mit allen Vorsichten angestellter Versuche, beidenen Iheils Arbeit in Warme , theils Wärme in Arbeit umgeset/.t wurde undwo man cs mit Wärme von dem manniehfaltigsten Ursprünge zu thun halte,dem Verbrauche einer Wärmeeinheit 1367 Arbeitseinheiten und umgekehrt.Hierbei sind österreichische Masse und Gewichte zu Grunde gelegt.«

»In die Sprache des gemeinen Lebens übersetzt, heisst dieses: DieWanne, welche 1 lf. Wasser von 0° um 1 erwärmt, iibt dieselbe mechani-sche Kraft aus, wie ein Gewicht von 1367 Pfund, das t Kuss hoch herab-fällt.«

»Die Einsetzung der Wärme in Arbeit und umgekehrt erfolgt nichtnach Laune und Zufall, sondern nach bestimmten Hegeln, welche die lie-dingungen ausdrücken, unter welchen der Wechsel statt hat. Es kann näm-lich Wärme nur in sofern in Arbeit verwandelt werden, als sic einem Kör-per zugeführt wird. Dieses geschieht aber bei geleiteter Wärme nur in derlUchlung vom wärmeren Körper zum kälteren und nur insofern als Tcmpc-ralurdillerenzen bestellen. Die zugeführte Wärme zerfällt aber hierbei inzwei Theile. Einer davon dient zur Erhöhung der Temperatur bei constan-lem Volumen, der andere aber verrichtet Arbeit, indem er z. B. eine Lastvor sich hinschiebt. Wo es eine solche nicht gicht, da findet auch keinKräfleweehscl statt. Hieraus erklärt es sich, warum eine Luftmasse erkaltet,wenn sie sich ausdehnt und dabei einen Druck überwindet, während ihreTemperatur unverändert bleibt, wenn die Ausdehnung ohne Ueberwindungeines Widerstandes erfolgt, wie dieses der Kall ist, wenn sie in einen leerenKaum überströmt.«

»Jeder Gran Kohle, der unter dem Kessel der Dampfmaschine oderLuft-maschine \ollkommen verbrennt, liefert in Folge des chemischen Processesder Verbrennung 0,908 Wärmeeinheiten oder \ik\ Fusspfund Arbeit, wennalle Wärme zur Erzeugung von Dampf oder zur Erhöhung der Spannkraftder Luft verwendet und vollständig in Arbeit umgesetzt wird.«

Inzwischen würde es untriflig sein, zu sagen, dass die leben-dige Krall in der Welt überhaupt eine conslante Grösse sei.Nur durch den Act, im .Momente der Milthcilung und lorlpllan-zung der llewegung ändert sich dieselbe nicht, falls wir auf dasAeipiivalent erzeugter Wiirme mit liücksicht nehmen; aber durchdie conlinuirliche und im Laufe der llewegung sich conlinuirlichändernde Wirkung der Kräfte. Wenn ein Körper in seinem Laufeauf den a'nderen stössl, so wird, unter Itücksiehtnahme auf dieKrschiitterung der wägbaren Theilchen und Zurechnung des beimStosse erzeugten Aequivalentes Wärme, die Summe lebendigerKrall in beiden nach dem Stosse noch so gross sein als vorher;dagegen sehen wir die lebendige Kraft jedes Planeten nach Mass-gabe wachsen, als er sich der Sonne nähert, abnehmen nachMassgabe als er sich davon entfernt, und die eines schwingenden

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