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Elemente der Psychophysik / von Gustav Theodor Fechner
Entstehung
Seite
62
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muss man die positiven und negativen Empfindungssummen,welche von Empfindungen lierriihren, die verschiedenen lunctenzugehören, besonders aull'assen. Iliegegen hat es einen Sinn, ausden positiven Theilräumen der Ellipse für sich, sowie den negati-ven Theilräumen für sich Summen zu bilden. Und so hat es aucheinen Sinn, die " " ' gen für Puncto mit positiven und für

solche mit negativen Werthen für sich zu summiren.

Kurz, man kann die algebraische Summe positiver undnegativer Empfindung, welche die verschiedenen Theile eines ge-reizten Organes liefern, nicht als Massstab für die Gesammt-summe bewusster Empfindung, die es liefert, und das Vorzeichendieser algebraischen Summe nicht als massgebend für den Hewusstscinszustand betrachten , der durch dieses Organ erzeugtwird; sondern man muss anders, als wenn man sich die Summeder Heize auf denselben lunet gehäuft denkt, die positiven be-wussten Werthe und negativen unbewussten Werlhe, welche deneinzelnen Puncten zugehören, besonders summiren. Sonstwürde man das absurde Hesultat erhalten, dass gar nichts em-pfunden worden sei mit einem Organe, was mit einem Theile sehrstark empfunden hat, indess es mit einem anderen Theile entspre-chend tief unter der Schwelle war.

Ganz das Entsprechende gilt für Summation der Empfindun-gen, die wahrend einer gewissen Zeit staltgefunden haben. DieSumme bewusster Empfindung, die während eines Theiles derZeit stattgefunden hat, ist für sich zu bestimmen, und nicht dieSumme unbewusster Empfindung, die während eines anderenTheiles stattgefunden hat, in Abzug davon, sondern nur in Gegen-rechnung und Vergleich dazu zu bringen.

Die Betrachtungen, die wir hier angestellt haben, sind nichtnur für die Klarheit und den Gebrauch der Summenformeln inder äusseren Psyehophysik von allgemeiner Wichtigkeit, sondernwerden sich auch als sehr wichtig betrelfs triftiger Auffassungder Verhältnisse der inneren Psyehophysik zeigen und An-wendung beim Versuche, die Empfindungen elementar zu con-struiren, finden. Ich erinnere vorgreillich an Folgendes: Schlafund Wachen hängen unstreitig an einer grösseren Oscillation derlebendigen Kraft unserer psychophysischen Bewegungen. Wirkönnen die Bewusstseinssumme während 21 Stunden nicht da-durch bestimmen, dass wir die negativen Bewusstseinswerlhe