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Elemente der Psychophysik / von Gustav Theodor Fechner
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565
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der 22. Bogen dieses Bnndcs im Drucke war, begegnen sich mehr-seitig mit dem Inhalte dieser Schrift, theils Übereinstimmend, theilsabweichend; namentlich in Bezug: 1) des Masses der Lichtem-plindung; 2) der Auffassung des Hebungsphänomens bei demContraste ; 3) einer wichtigen optischen Ihpothese. Indess diemit Hecht so grosse Autorität Helmhol tzs mich Gewicht aufdie Iuncte der Uebereinstimnmng legen lässt, veranlasst sie michzugleich, auf die scheinbaren oder wirklichen Puncle der Abwei-chung etwas näher einzugehen.

Den ersten Punct anlangend, so müssen natürlich die Grän-zen des Weberschen Gesetzes bei sehr geringen und sehr hohenllelligkeitsgraden, auf die ich im ersten Theile hingewiesen, aucheinen Einfluss auf mittlere Grade erstrecken; oder genauer aus-gedrückt, wenn das Gesetz an den Gränzen ganz ungenau ist, sokann es in den mittleren Graden nicht ganz genau sein. So langejedoch in den Gränzen des gewöhnlichen Augengebrauches dieAbweichung nicht spürbar war, war auch kein dringender An-lass, Correctionen oder Abänderungen desshalb in die auf jenesGesetz gegründeten Formeln für den gewöhnlichen Gebrauch auf-zunehmen , sondern man konnte sich bei der Approximation, diesie jedenfalls gewähren, begnügen, wie diess auch in den vonSteinheil und Pogson bei den Sterngrössenschätzungen an-gewendeten Fonnein geschehen ist, deren Beziehung zum Weber-schen Gesetze ich in den, Th. I. S. 139, angeführten zwei Ab-handlungen näher dargelegt habe. In der That ober hat sich beiden bisherigen Beobachtungen von Bouguer, Arago, Masson,Steinheil, Volkmann, meinen eigenen, und bei den Stern-grössenschätzungen eine Abweichung vom Weberschen Gesetzebei mittleren llelligkeitsgraden nicht als spürbar herausgestellt, wasdie Sicherheit gewährt, dass hier wirklich ein für mittlere Hellig-keitsgrade approximativ gültiges Gesetz vorliegt. Indessen habeich doch selbst schon in meiner ersten Abhandlung S. 513 f. sowie in dieser Schrift Th. I. S. 162 eine Erfahrung von Herschelals zu einer genaueren Untersuchung auffodernd angeführt, w elchezu beweisen schien, dass für sehr geübte Augen unter günstigenUmständen Abweichungen auch wohl spürbar werden könnten,die unter anderen Umständen nicht spürbar werden ; und dasselbegeht jetzt mit grösserer Bestimmtheit aus Helm hol tzs neuenUntersuchungen im zweiten Hefte seiner physiologischen Optik