Buch 
Elemente der Psychophysik / von Gustav Theodor Fechner
Entstehung
Seite
567
JPEG-Download
 

567

substituirt worden ist, welche die Abweichungen mit aufzuneh-men bestimmt ist, als Grundgesetz bestehen sollte.

Indem ich nun hinsichtlich des experimentalen Theiles derIlelmholtzschen Untersuchung auf seine eigene Schrift ver-weise, begnüge ich mich hier, die Formeln mitzutheilcn, welcheer zur Aufnahme der Abweichungen vom Weberschen Gesetzedenen substituirt, die auf das reine Webersche Gesetz zu stützensind; wobei ich die Buchstabenbezeichnung in die übersetze, diein dieser Schrift gewöhnlich gebraucht ist.

Unsere auf das reine Webersche Gesetz gestützte Fundamen-talfonnel ist

dy = K d ß

wo y die Empfindung, ß der Heiz, K eine von ß unabhiingige Con-slante ist. Zur Berücksichtigung der Abweichung nach unten sub-stituirt Helm hol tz (wie diess übrigens auch schon von mir im 25.und 51. Kapitel geschehen! für/? den um eine Conslnnte/? 0 vermehr-ten Werth des l.ichtreizes, und zur Berücksichtigung der Abwei-chung nach Oben setzt er die Gonstante A von ß abhängig, indem

er A'=, annimmt, wo B als sehr gross vorzustellen. DiessB+ß n

gieht als Eundamentalformel init Rücksicht auf die Gränzen statt

der obigen :

, _ a

( y ~ (B+ß)+M

woraus durch Integration hervorgeht:

y

-+- Const.

und hienach ein Maximumwerth von y für ß = Y~ß 0 B folgt.

Die Setzung von K = gründet sich auf die unstreitig

formell berechtigte, wenn schon nach der Natur der obern Grunzevielleicht sächlich nicht ganz zutreffende, Annahme der einfach-sten Functionsform von ß, bei der man natürlich stehen zu blei-ben hat, so lange die Erscheinungen keinen bestimmten Wider-spruch erheben. Meinerseits liesse sich nur noch hinzufügen, dassdie IIe I nilio I tzsche Formel, um vom Masse der Lichtempfindungauf das Mass der Empfindung von Lichtunterschieden übertragbarzu werden, eben so wie die Formeln von Steinheil und log-