Thonerden. zz
Ofen geleget, und darinne ben einer nach und nach ver-stärkten Hitze gebrannt. Die Formen sind aus meßinqe-nem starken Drarh gemacht, und bestehen der Lange nachaus zwey Theilen. Sie sind inwendig polirt, und werdenüberdieß mir Leinöl bestricken. Das Schlemmen des Thonsgeschieht auf folgende Weise: Man thut denselben in einFaß, gießt so viel warm Wasser darauf, als genug ist, denThon reckt zu verdünnen, und rühret sodann alles stark un-tereinander. Nun hat man noch ein ander Faß bey derHand, welches in der Höhe von zwey Dritteln mit einemeisernen Haarsieb versehen ist. In dieses gießt man ge.linde die kurz vorher durch einander gerührte Masse, nimmthernach das Sieb heraus, läßt die Masse sich setzen , undwenn sie oben fast ganz helle ist, so gießt man das Wassergelinde ab, und braucht das, was sich gesrtzet hat, zurArbeit. Wenn der Thon so zart ist, daß er nicht feste ge-nug zusammen bäckt; so pflegt man etwas von dem gewöhn,lichen Thon vor dem Schlemmen darunter zu mischen.
§. 12.
Porccllanerde, Pereellanthon. ^rgillg Porcellans.
Der Porcellanthon ist der feinste, weiße oder lichtgraueThon, welcher entweder vor sich, oder mit Zusatz einigerKalkerde im Feuer zu Porcellan, das ist, einem halbver-glasten, und einigermaßen durchsichtigen und weißlichtenKörper wird. Denn Porcellan ist nichts anders, als einMittelding zwischen Glas und Tops, ein halbvcrglastecKörper, bey dem die Verglasung nur auf einen gewissenGrad gebracht worden ist, und der dabey einige Durch-sichtigkeit, und eine gewisse weiße Farbe behält; der folg-lich mehr durchsichtig als Topf, aber weniger als Glas ist,und daher heiß Wasser vertragen kann, davon das kalkeGlaS zerspringt. Nach diesem Begriffe kann man aufzwey Wegen Porcellan machen, erstlich, wenn man eineErde, die im gelinden Feuer zu Topf, und im heftigen zuVogels Mineralsyst. C Glas