Buch 
Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
Entstehung
Seite
37
JPEG-Download
 

Thonerden. 37

'O

dergleichen z. E. in Obersachsen bey Grünhayn, Roßwekn,Tcukern und Leipzig; im Preußischen bey Schwibus, beyCroffen, bey Züllichau; im Heßischen den Almerode, wel-che unsere Tuchfabricanten brauchen. Man sticht ste or.deutlich in vicreckigten Stücken aus.

8 -

Steinmark. klcilulls faxorum, l-itlroiiisrAZ grßillols.

Unter dem Namen Stcinmark verstehe) diejenige tho-nigte Erde, wel6)e nicht wie die andern in Schichten sichfindet, sondern zwischen den Ritzen oder Absätzen der Stein,bräche und Felsen steckt. Diese Gcburtsstätie, und derthonigte Grundstoff sind die unterscheidenden Merkmaalederselben. Sie ist fein, und mehr oder weniger feste, baldeinfach, bald gemischt; daher sie entweder mit Säuren auf.brauset oder nicht. Die Farbe ist verschieden, weißlicht,graulicht, gelblicht, röthlichs, grünlicht, bläulicht, schwärz,licht und bunt. Einige färben auch etwas ab. I» ihrenNestern ist sie insgemein schmicrigt und weich, an der Lustaber wird sie har«. Man findet dieselbe sowohl in Kalk.und Marmor - als in Sandsteinbrüchen. Das bekanntesteSteinmark in Deutschland ist aus denRochlitzer^) und Pir-naischen Brüchen ^). Einige Schlesische, Pfälzische, Heßi-sche und Schweizerische Steinbrüche liefern dergleichen. Dasgeschäkce ist seltener. Man findet es aber z. E. in den inObersachsen gelegenen Zmickauischen, Wiesenburgischcn,Wil.denfelsischen, Kalkgrünischen und Schönauischcn Marmor,brächen, ingleichen bey den Dörfern Chansdorf und Pla.nitz, und hat solches Herr Christian Richter in einem be-sondern Tractate beschrieben, die Oerter aber verheelet, die

C z hernach

6) Von diesem Steinmark fin- 7) Dieses wird im Hambur-det man eine seine Nackricht in giscken Magazin VI.B.S.2,8.des Herrn Ludwigs »»«- beschrieben.

/er r e^. Oreer/. S-156.