54 Mergelerden.
licht, gelb, blaulicht, rökblicht, schwärzlich u. s. f. Erliegt in horizontalen Schichten, und ist beym Ausgrabenimmer feuchte. Es liegen auch gar oft mehrere Gattungenübereinander: und manche sind in Stein verhärtet, undheißen sodann Duckstein; manche aber haben eine röthlich.te Gestalt, und stehen in ihrer Lage wie Orgelpfeifen, undsind ziemlich hart. Diese heißen Pfeifen- oder nach derniedersächsischen Aussprache, Pipenmergel. Die thonigtenMergel, wenn sie vielen Antheil an dem Thone haben, las-sen sich, nach dem Schlemmen, auf der Scheibe drehen.
§. z.
Nachricht von den Mergelgruben bey Lengelern.
Ich kann nicht umhin, den Naturforschern hier einekurze, dock zuverläßige Beschreibung von den schönen Mer-gelgruben bey Lengelern, einem von Görtingen etliche Stun-den weit in dem königlichen Amte Horste gelegenen Dorfe,zu geben: weil dieselbe mit unter die Naturschätze unsererGegend gehören, und den Auswärtigen bisher ziemlich un-bekannt geblieben sind. Es liegt der Mergel bey besag-tem Dorfe, sowohl über demselben gegen Abend, als unterdemselben gegen Morgen, und zwar in sechs verschiedenenSorten über einander, welche folgende Namen führen:r) Grober Pipenmergel; 2) feiner Pipenmergel; g) Fahl-oder Schnittgemergel; 4) weißer Mergel; 5 ) gelber Mer-gel; 6) kleiner Pipenmergel. Diese Arren von Mergelwerden alle in erstaunlicher Menge gegraben. Von obenher liegt etliche Fuß hock gute schwarze Ackererde; sodannfolgt eine Lage von etlichen Schuhen Duckstein; und hier-unter folgen nun die specificirten sechs Sorten von Mergelin ordentlichen Lagen, oder gleichen horizvntallausendenAdern, und beständig in der Ordnung, wie ich sie gezäh-lt habe. Unter denselben liegt ein schwarzer und nasserMoor. Diese Lagen machen zusammen, wenn sie ausge-graben werden, eine Höhle in die Erde von 20. zo. 40.
und