»96 Von den Versteinerungen.
§. 2 .
Allgemeine Beschaffenheit der Versteinerungen.
Es werden aber die Versteinerungen aus dem Thier»und Pflanzenreiche nicht in allen Arten von Erden und Scei»nen angetroffen, sondern nur in einigen derselben, als inMergelerden, in Sand, in Kreide, in Schiefern, in Tropf,steinen, in Kalksteinen und Marmor, in Sandsteinen inFeuersteinen und in Harnsteinen. Die Versteinerungenselbst aber sind von mancherley Beschaffenheit. Einige sindunverändert, einige verzehrt und calcinirt, einige zerfresseneinige mit einer steinichten Rinde, oder Kies überzöge,/einige mit einer andern als natürlichen Farbe, begabt eini-ge unmineralisirt. Gar oft sieht man auch Abdrücke davon; oft
findet man Kerne; und denn giebt es auch wahre Versteine»rungen. Dieses find zwey wichtige Erfahrungen, welchesowohl die Entstehung gewisser Steine, als der Versteine»rungen selbst, und überhaupt die natürliche Geschichte un-ftrs Erdbodens ungemein erheitern '). Zu welchen ich nunnoch die dritte hinzufüge, daß die Versteinerungen, und ins»besondere die Conchylien, sowohl sehr tief in der Erde, alsauch auf der Erdflache, in den obersten Schichten derselbenund auf den Gipfeln der Berge, die auf zehntausend SchuhÜber die Flache des Weltmeers erhöhet sind, wie auch imMeere selbst, angetroffen werden. Inzwischen finden sichdoch die mehrest«,, Muscheln und Schnecken am Bergen,und zwar gemeiniglich in keiner so gar sonderlichen TeufeUnter der Kalkerde. Die Fische und Landthiere aber liegenschon viel tiefer; die versteinerten Hölzer noch tiefer; undam allertiessten die Abdrücke von Blumen.
§- Z.
l) Was die Gelehrten hierüber Buche: blcmoirer s»r ls ttru.gedacht haben, davon giebt Herr Lture Interieure lle l, Hrrs.BerrranS eine kernhafke und rri- » Lüric, ,7x2. ».tische Nachricht in dem schönen