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die aus dein Wasser entstehen.
allen Sohlen, wenn sie gradiret werden, und ich sollte wohlglauben, daß ein jedes Quellwasser, wenn es so durchReißig laufen und tröpfeln müßte, dasselbe incrustirenwürde. Man bemerket hiernächst diese Eigenschaft vor-züglich an denjenigen Wässern, welche aus kalksteinich-ten und seleimischen Gebirgen kommen; und ich habedaher noch kein Incrustatum gesehen, welches nicht kal-kicht oder selenirijch gewesen, und mit Säuren gebrau-set härte. Die von unserm Heimberge herabrieselndenQuellen incrustiren hineingelegtes Hol; und andere Din-ge gar bald; und ich habe auch ehedem in einem be-sondern Tractätchen ein sehr schönes moosichtes In-crustatum beschrieben, das sich in unserer Nachbarschafterzeuget, und vielleicht das schönste und größte unterallen ist, die man, noch gesehen hat, indem man Stü-cke von einem Viertels Ccnlner und drüber abhauen kann.Wenn man es zerschlägt, so findet man theils das Moosnoch unverändert, theils leere Canäle; und an einigenOrten ist das Incrustatum sehr schön grün von demverwesten Moose gefärbet. Der Fürstenbrunnen beyJena und andere benachbarte Wässer find wegen derincrustirenden Eigenschaft auch bekannt. Ein Incru-statum aber darf eigentlich nichts anders heißen, alsein Tofus, der sich um die Körper herumleget. Be-deckt er nur eine Flache, so muß er schlechtweg TofuSgenannt werden; daher denn der Salzstein, Sherp,welcher sich an die eisernen Pfannen beym Salzsiedenansehet, eigentlich unter die Kesselsteine, und nicht un-ter die Jncrustata gerechnet werden muß, worunter manihn insgemein zählet. So verschieden übrigens ein To-fus in seiner Mischung seyn kann; so verschieden kön-neu auch die tufsteinichten Ueberzüge oder Jncrustataseyn. Und unter solche muß man auch die Beinwelle
oder
88) l)e Incrullstö »gri Oottiozeriüs. 1756. I
Vogels M jneralsyst. R