Erste Classe.
Von styptischen Salzen, Talia Kyprica.
§. 4.
Was darunter zu verstehen.
e^Xie styptischen Salze, welche nach meiner Tabelle dieerste Classe ausmachen, sind von solcher Beschaffen-heit, daß sie auf der Zunge einen herben sauren zusammen-ziehenden Geschmack verursachen. Wie nun dieser Ge-schmack dem Vitriol und Alaun eigen ist; also werdendiese unter dieser Classe sehr füglich stehen können. Diemehresten Schriftsteller rechnen solche unter die Mittelsakze;sie können aber mir Recht nicht dahin gezählet werden, weilsie die wesentlichen Eigenschaften eines Mittelsalzes nichtbesitzen.
§. 5 .
Vitriol, Vitriol,im, Lkslcgntbum, ^tramontnm, (A.
Der Vitriol ist ein eckelhafres zusammenziehendes Salz,welches in ganz gelindem Feuer eine Zeitlang, wie ein Brey,stießt, und hernach wieder hart wird. Es ist aus ei-nem eigenen Sauren und einer metallischen Erde zusam-mengesetzet.
§. 6 .
Gattungen des Vitriols.
Dieses metallische Wesen ist entweder eisenhaft, oderkupfericht, oder zinkisch: woraus drey Arten vom Vitriolentspringen, welche Eisenvitriol, Kupfervitriol, und Zink-vitriol genennt werden.
«) Eisenvitriol, Kupferwasser, grüner Vitriol, (Vi-trialnm kerri s. maniü) besteht aus dem Vitrivlsauren, mitEisenerde verbunden, zerfällt an der Luft und verliert so-
R 5 dann