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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
Entstehung
Seite
265
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Erste Classe.

Von styptischen Salzen, Talia Kyprica.

§. 4.

Was darunter zu verstehen.

e^Xie styptischen Salze, welche nach meiner Tabelle dieerste Classe ausmachen, sind von solcher Beschaffen-heit, daß sie auf der Zunge einen herben sauren zusammen-ziehenden Geschmack verursachen. Wie nun dieser Ge-schmack dem Vitriol und Alaun eigen ist; also werdendiese unter dieser Classe sehr füglich stehen können. Diemehresten Schriftsteller rechnen solche unter die Mittelsakze;sie können aber mir Recht nicht dahin gezählet werden, weilsie die wesentlichen Eigenschaften eines Mittelsalzes nichtbesitzen.

§. 5 .

Vitriol, Vitriol,im, Lkslcgntbum, ^tramontnm, (A.

Der Vitriol ist ein eckelhafres zusammenziehendes Salz,welches in ganz gelindem Feuer eine Zeitlang, wie ein Brey,stießt, und hernach wieder hart wird. Es ist aus ei-nem eigenen Sauren und einer metallischen Erde zusam-mengesetzet.

§. 6 .

Gattungen des Vitriols.

Dieses metallische Wesen ist entweder eisenhaft, oderkupfericht, oder zinkisch: woraus drey Arten vom Vitriolentspringen, welche Eisenvitriol, Kupfervitriol, und Zink-vitriol genennt werden.

«) Eisenvitriol, Kupferwasser, grüner Vitriol, (Vi-trialnm kerri s. maniü) besteht aus dem Vitrivlsauren, mitEisenerde verbunden, zerfällt an der Luft und verliert so-

R 5 dann