290 Flüchtige Salze.
genschaften sind in der Mineralogie von diesem Salze zuwissen nicht nöthig.
§. Z5-
Unterschied des Salmiak«.
Man muß aber den Salmiac in den natürlichen undgekünstelten eintheilen. Von natürlichen und der eigent-lich nur hieher gehöret, haben wir erst vor kurzem einezuverläßige Nachricht von dem Rußi chen AdmiralitätS-apotheker, Herrn LT)<sdcl, erhallen *), da man vorhergar nichte davon gewußt, und deswegen auch mit Bey-hülfe chemischer Vernunstschlüffe ein solches natürlichesSalz ganz geläugnet hat. Herr N7odel giebt uns abervon dem natürlichen Salmiac einen ganz unumstößlichenBeweis. Es kömmt derselbe aus dem Lande der Kal-mücken, die bisher zwischen Sibirien , der beyden Bucha-reyrn, und dem Lande der Mongalen, ein unabhängigesReich ausgemacht haben; und wird von dort durch dieKalmückischen und Bucharischen Karavanen in großerMenge nach Sibirien verführet, wo es die Einwohnersowohl zur Arzeney, als zum Verzinnen brauchen. Mansaget einstimmig, es wachse an Felsen: welches die äußer-liche Gestalt auch zu bestätigen scheint. Denn man trifftdarunter sehr oft Stücke an, die an Steinen und zuwek-len an thonichter, bolarischer Erde fest scheu: ja man fin-det, wiewohl selten, daß auf der einen Seite Salmiacund auf der andern lebendiger Schwefel sitzt. Die Figurdieses Salzes ist sehr unordentlich, so daß man unter vie-len Stücken nicht leicht zwey findet, die mit einander über-einkommen. Man nimmt auch keine besondere Cristallendaran wahr; sondern es sieht wie ein staubichtes, sehr lo-ckeres Steinsalz aus. In den Mineralogischen Schrif-ten hat man den Salmiac zwar schon lange unter dieBürger des Mineralreichs gezählet; man hat aber einen
nicht
;) S. dessen Versuche und chea oder gewachsenes SabGedanken über ein narürli- miac. Leipz. 1758. 8 -