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theils auf eben dieselbe Zeit beziehen können, zumal wennsich solche als Abstämme von größer«, und diese von dengrößten bezeigen. Nur muß man nicht alles so auf dieersten Tage hin schieben, als wenn die Gänge sich nachhernicht erweitert und verlängert, noch gleichsam neue Sprössergegeben hätten.
Die Sündfluth, diese große Begebenheit, mit welchersich seit der Mosaischen Schöpfung bis auf den heutigenTag die merkwürdigsten Veränderungen auf und in demErdboden zugetragen haben, hat an der Erzeugung der Erzeund Erzgänge auch einen großen Antheil. Wenn mannur bedenket, was Erqießungen der Teiche, der Ströme,und nur ein wenig zu hohe Fluchen der Ostsee den betroffe-nen Gegenden durch Wcgreißung und Anschwemmung fürZerstörung zufügen, so kann man leicht erachten, wie dieseungeheure Fluch das unterste zu oberst, und das oberste zuUnterst mag gekehret haben. Die Brunnen der großenTiefe brachen alle auf; die unermeßlichen Wasserbehälterin dem Tiefsten der Erde eröffneten sich; die heftigsten Re-gengüsse kamen dazu; das ungeheure Weltmeer bekam vonseinen Tiefen her den stärksten Nachdrang; die unterirdi-schen Wafferklüste mußten durch die andringende Last derWasser aus den Meeres Abgründen ausbrechen und zu star-ken Strömen werden: und was mögen diese also nicht vomEingeweide des Erdbodens durchboret, an Gestein zer-trümmert, an Erzgängen zerrissen, und an allerhand Berg-arten mit sich zu Tage ausgeführet haben. Zu Tage durch-wühleten die grausamen Fluchen die lockere Gartenerde bisauf den Grund: das unterste kam häufig herauf, und dasoberste, so sich durch die tobenden Wasser in alle Winkelund Enden der Erde fortschleppen lassen mußte, drängewieder hinein; denn die Cirkulation der Wasser, welchevom Anfange her in dem Erdboden gewesen und noch ist,war zu dieser Zeit ohne allen Widerstand. Wie sich nundie fremden überflüßigen Wasser wieder abführen mußten,