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Unvollkommene Metalle.
§- 57.
Anmerkungen über das Bley und seine Erze.
1. Die Bleyerze brechen sowohl auf Gang. als aufFlöhgebirgen, jedoch auf jenen am häufigsten. Auf Flö.Hen findet man es als Glanz, theils in den Schiefern ringe,sprengt, theils in den Gallmeyschichten, und bisweilen auch,obwohl sehr selten, bey Steinkohlen. Das weiße Bleyerzund die reiche weiße Blcyerde bricht auch FlöHweife.
2 . Es ist etwas seltenes, doch nicht ganz unerhörtes, daßsich Glanz auf unterirdisch Holz nicht allein anseht, sondernauch sogar in dessen Risten sich einwittert: imgleichcn, daßsich solcher in den Höhlungen versteinerter Muscheln ein-pflanzet
z. Die Bleyerze versagen nicht leicht einem andern Erzeihre Nachbarschaft, außer dem Zinn, Quecksilber und Spieß,glase. Inzwischen findet sich doch in einer SchwedischenGrube im Macklösschachke ein strahlichteö Blcyer;, welchesmit Spießglas vererzet ist. Man nennt es Stripmalm^ oder Srriperz ^)..
4 . Die mehresten Bleyerden und der Bleyspath lassensich vor dem BlaSröhrchen reduciren.
z. Es ist kein Metall, dessen Kalk so leicht mit glas.achtigen Erden in einen glaSachtigen Fluß geht, als dasBley: und dieser Fluß, welcher Bleyglas, Vitruin 8 aturnigenannt wird, hat eine gelbgrünliche Farbe, wenn er rechtgahr gekocht ist.
6 . Das in Scheidewaffer aufgelösete Bley wird von derKochsalzsäure niedergeschlagen, und zugleich flüchtig gemacht.Der Kalk schmelzt bey gelindem Feuer, und bekömmt nachdem Ausgusse eine etwas hornigte Gestalt; daher er auchHornblep, klumbum cornemn, genennet wird.
7 . Das Viklacher Bley wird für das reinste gehalten,und die wahre Ursache davon ist diese, daß eS aus seinen
F f 5 Erzen
s 6 ) S Henkels pyritvl. S- z; 6 . ZZ 7 .
37) S, Lronstedrs Mineral. §. 190 .