460 Unvollkommene Metalle.
bey ganz gelindem Feuer schmelzt und sich auch darinne ver-' äschert. Daß es keinen Klang von sich giebt, ist bekanntgenug. Wenn es zerbrochen wird, giebt es ein besonderesKnarren von sich. Man findet dasselbe nie gediegen, son-dern immer vererzet; und die gediegnen Stufen, die manhier und da vorzeiget, sind ein bloßes Trepfzinn, welchesauf Brennörtern von der Hitze ausgeschmolzen ist. Esbricht vornehmlich in Sachsen, Böhmen, England undIndien in mächtigen Geschieben und Stockwerken. Garsehr selten findet man es auf Mtzgebirgen, wie zu Gierenin Schlesien. Es liebet kein einziges Metall, außer das Ei-sen, welches es auch mit in seine Vererzung zu nehmenpflegt. Seine eigentlichen Erze sind folgende:
§. 60.
Zinnerze.
«) Zinnkzrüllpen, Einern Ü!MM polvefirs, Oistallurstsnni. Diese sind mehrenthei'ls schwarz oder dunkelbraun,und glänzend, und stellen viereckigteCristallen vor, mit lau,ter ungleichen Winkeln und Seiten, die obenher bald ganzflach, bald mehr oder wenig spitzig sind: man nennt sieZinngranaren, wenn sie ins Röthliche fallen, und zehnbis zwölf Seiten haben. Sie bestehen aus Zinn, Eisen,Arsenic, und einer unmetallischen Erde, und geben 70 bis80 Pfund im Centner. Der Arsenic dampft beym Röstensichtbar weg, und macht auch oft auf der Oberfläche derGraupen einen weißen Beschlag, wenn er häufig darinne ist.Das Eisen läßt sich zum Theil durch den Magnet heraus-ziehen ^). /D Zwir-
Z8) Der Herr von Iufii hat daß dieses Erz ein pures lauteressehr gcirrct, wenn er in seinem Gistmehl gebe; wovon aber dieMincralwstcm §. 116. schreibt, andern Theile keineswegs auszu-daß die Zinngraupen aus nichts, schließen sind, die Henkel daselbstals aus Arsenie und reinem Zinn zu nennen vergessen, wohl aberbestehen. Er mag Henkeln nicht an andern Stellen, als S. rzp,recht verstanden haben, welcher in erwähnet hat.der Pyrirologic S. 4?l. schreibt,