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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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465
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Unvollkommene Metalle. 465

den, zerschlagen, der König und die etwa in der Schlackesteckenden Körner sodann herausgenommen und aufgezogen.Vor dem Gebläse muß man sehr sachte blasen, und nichtviel über Minuten anhalten. Andere nehmen anstattdes Borrar 4 Centner schwarzen Fluß, oder so viel weißen,und 2 Centner geläuterten Salpeter; die Probe wird aberdavon nicht so richtig, wie Herr Gelle« erwiesen hat.

§. 6z.

Kupfer, Luprnm, ^e,,

Das Kupfer ist nunmehr unter den unedlen Metallenunserer Betrachtung würdig. Es ist ein gelbröthlichcs,ziemlich geschmeidiges, elastisches und hartes Metall, dasvon Luft und Master angefressen wird, so, daß es einen grü-nen Beschlag davon bekömmt. Es theilet den reinen un-gefärbten Harngeistern eine schöne blaue Farbe mit, indemsie etwas davon auflösen; es schmelzt im Feuer nicht eher,als bis es durch und durch glüet, und zeigt alsdenn eineblaugrünlichc Farbe; es wird vom Zink und Gallmcy imFlusse gelb, und vom Arsenik weiß gefärbt. In großemanhaltendem Feuer geht es zwar theils in Rauch auf, theilswird es in eine Schlacke, und im schwachen Feuer in einenKalk verwandelt; es ist aber doch nicht so leicht, wie dieübrigen Metalle, zu zerstören. Man findet es unter derErde sowohl gediegen, als vererzet. Schweden, Rußland,Siberien, England, das Sächsische Erzgebirge, das Manns,feldische, der Harz und Ungarn besitzen von Kupfererzen ei-nen reichen Vorrarh.

§- 64.

Gediegen Kupfer, Oiprun, nuclum.

Ehe wir aber zu den Kupfererzen schreiten, müssen wirerst das gediegene Kupfer kennen lernen. Dieses findet sichin gar vielerley Gestalt, in Blättern^ Körnern, Haaren,Aesten, und auch, obwohl am seltensten, in drusigter odereckigter und wünelartiqer Form, bisweilen auch in unförm-Vogels Mineralsyst. G g lichen