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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
Entstehung
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479
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Unvollkommene Metalle. 479

v) Blaues Eisenerz, lvlinera kerri coeruleicen', siehtauswendig dunkel oder braun, und auf dem Bruche blauaus, und ist bald dichte, bald körnicht, schuppicht, schiefe,richt oder würflicht. Man findet es in einigen Schwedi-schen Gruben, und wird an einigen Orten Srahlskein ge.nannt. Es ist reich an Eisen, läßt aber schwerlich etwasvom Magnet ausziehen. Das Eisen ist gemeiniglich sehrgut.

(Vraues Eisenerz, Einers kern grilea, hat einegraue, bald helle, bald dunkle Farbe, fällt bisweilen inöWeiße auf dem Bruche, und hat eben ein so verschiedenesGewebe, wie das vorige. Es ist mehrentheilö sehr schwef-licht und arsenicalisch, und enthält viel Eisen; dem ohnge.achtet aber wird es wenig oder gar nicht vom Magnet an.gezogen.

s) Dohnerz, Einers Marti» pjfikormi», ist ein rei.ches und mildes Eisensteingeschübe, in Gestalt und Größedes Schrots, der Erbsen, der Haselnüsse, und noch etwasgrößer« Es liegt nackt auf der Oberfläche, und wird zumTheil vom Magnet angezogen. Man findet es unter an-dern zu Mondorf in Hessen, zu Töplih und Sigmar-ingen.

n) Morastftcin, wlesencrz, Seeerz, Gumpferz,klinera kcrri palutlri», ist ein brauner, lockerer Eisenstein,welcher sich in Sümpfen, Seen und morastigen Gegendenfindet. Er führt Schwefel und Arsenic, und bisweilen auchGallmey bey sich. Von außen ist er rostig, inwendig abervon brauner, grünlicher oder bläulicher Farbe. Man fin-det denselben unter der Dammerde bis höchstens zu 4 Schuhtief. Er giebt kein gutes Eisen. Man findet ihn bey Zeh.denick, Schadow, in Schlesien und Schweden.

H. 7i.

Anmerkungen über das Eisen.

i. Es ist kein Metall, das sich so leicht aus einer ge-meinen rohen Erde hervorbringen läßt, als Eisen; und esist auch kein Metall, das so leicht, sowohl in Feuchtigkeiten,als im Feuer zu Erde wird, als dieses.

2. Man