482 Unvollkommene Metalle.
dadurch die Erdart, welche bey den Eisenerzen gemeiniglichthonigt ist, in Fluß zu bringen: denn thonigte und kalkich-te, imgleichen thonigte und gipsichte Erden lösen einander inheftigen Feuer auf und fließen zusammen, obgleich eine jededieser Erdarten für sich nicht fließt.
§- 72.
Eisenstein oder andere Vergärten auf Eisen zu probiren.
Das Probiren des Eisensteins geschieht in Tuten vordem Gebläse, und kann nicht ohne Zusähe von solchen Din.gen geschehen, die den strengflüßigen Stein am besten auf.zulösen im Stande sind. In Ansehung dieser Zusähe aberbeobachten die Metallurgisten nicht einerley Gesetz. Diegemeinste Probe ist diese: Man wiegt 2 Centner Eisensteinab, thut jeden in einen Scherben, und läßt sie im Ofen ab.rösten, bis sie nicht mehr rauchen oder stinken. Hieraufzieht man sie wieder auf, und nimmt zu i Centner des gerö.steten Eisensteins ai bis z Cent. schwarzen Fluß, 2 Centnerklein gerieben weiß Glas, 4 Cent. rohen Weinstein, 4 C.Kohlengestübbe, mengt alles wohl untereinander, thut es ineine Tute, bedeckt es mit i LothKochsalz, und setzet die Pro-ben vor das Gebläse, bläst Z Stunden, bis eine ganze gutzu, und wenn man sieht, daß das Gemenge gut geschmol.zen ist, so nimmt man die Tuten heraus, und zieht nachdem Erkalten die Körner auf.
Andere nehmen folgende Zusätze zu 1 Centner geröstetenEisenstein; als 2 C. weißen Weinstein, i C. geläutertenSalpeter, 2 C. Glaögalle, 4 C. weiß Glas, 4 C. Sand,4 C. Kohlgestübbe, alles mit Salz bedeckt ^): oder 2 Cent.weißen Weinstein, 2 C. geläutertenSalpeter, i 4 C. Glaögalle,i C-Borrax, 4 C. weiß Glas, 4 C. Kalk, i C.Sand,i C.Kohlgestübbe: oder z C. weißen Weinstein, ,4 C. geläuter-ten Salpeter, 4 C. Borrax, r C. Pottasche, l C. Salz, l C.Glas, 4 C. Kalk, 4 C. Kohlgestübbe.
Man
48) Diese Probirart hat Scklüter vorgetragen, S. 7;.