Halbmetalle. 485
er ist einigermaßen klingbar: auf dem Bruche sieht er weißund glänzend aus, und besteht aus rauhen kurzen Fasern,die unordentlich mit einander verbunden sind: er fließt imFeuer eine gute Weile, und wird hernach zum Theil in ei.nen weißgelblichten Kalk verwandelt. Eine große MengeZink kömmt aus Ostindien; man hat aber bis iht noch nichterfahren können, wie und woraus er gewonnen wird. InTeutschland finden sich einige Erze, die ihn in sich halten,und woraus er zum Theil durch eine Art der Sublimationherausgebracht wird. Man nennt den teutschen Zink, Goö-larischen Zink, weil man ihn nur von daher erhält. DenOstindischen hält man für reiner, als den Goslarischen, undbehauptet, daß er im Feuer ganz und gar fortgehe, derGoslarische aber eine fixe Erde hinterlasse. Das letztere istnun zwar wahr; allein ob auch das erste gewiß sey, getraueich mich nicht zu behaupten: wenigstens hat mir derjenigeZink, der mir für Ostindischen verkauft war, ebenfalls vieleErde zurückgelassen.
§. 74.
Zinkerze.
Die Minern, worinne der Zink steckt, lassen sich meinesErachtens in eigentliche und uneigentliche Zinkerze einthei-len. Unter den eigentlichen kömmt allein der gegrabeneGalmey vor, woraus Herr Marggraf den Zink im ver.schlossenen Feuer, durch zugesetztes Kohlgestübbe, zu scheidengelehret hat. Unter die uneigentlichen gehören die Blen-den , als welche nur zum Theil Zink enthalten, und dasRammelsbergische sehr gemischte Erz. Da ich vom Gal-men S- 82. und von der Blende S. 184. bereits gehandelthabe; so will ich hier nur von dem RammelsbergischenErze etwas erwähnen. Diese Erze sind von einer ganzbesondern Art, und, wie ich bereits gesaget, nicht nur garsehr gemischt, indem sie Silber, Bley, Eisen, Kupfer, Co-bolt und Zink enthalten, sondern auch dem äußerlichen An.sehen nach unter sich verschieden. Einige sind sehr kiesigt,
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