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Halbmetalle.
§- 79.
Erze auf Wismuch zu probiren.
Man hat verschiedene Probirarten der Wismutherze.Gemeiniglich probirel man Erz auf Wismuch so, daß mandiesen aus dem gröblich zerschlagenen Erze durch das bloßeFeuer hcraussaygcrt. Es isr aber leicl.r zu erachten, daßdiese Probe sehr unrichtig sey, indem viel von dem Wismuchin der Erz-oder Steinart stecke» bleibt.
Die andere gemeine Art besteht hi'en'nne, daß man ei-nen Centner ungeröstet Erz mit zwey Centncrn schwarzenFluß und einem halben Centner Glas vermischt, solches ineiner Tute vor dem Geblase eine halbe Vicrthclstunde ste.hen läßt, dieselbe sodann herausnimmt, daran klopfet, undnach dem Erkalten das Gefäß entzweyschlägt und den Kö-nig auszieht.
Die dritte und beste Art hat Herr Gellere vorgeschrie-ben ^): Man nimmt von dem Wismulherze ungerösteti Centner, calcinirten Borrax 2 C., klar geriebenes Glasi Cenk., sehet es in einem mit Kohlstaub auSgegossenemGefäße in einen Windofen oder vor das Gebläse, giebt 1;bis 20 Minuten lang mäßiges Feuer, nimmt den Tiegelheraus, klopfet auf den Boden, wo man ihn hingesetzet hat,zerschlägt das Gefäß, wenn es kalt ist, und zieht den Kö-nig auf.
§. 80.
Anmerkungen über den Wismuch.
i. Verschiedene Schriftsteller machen einen Unterschiedunter rein gewachsenen oder gediegenen (kilinukkum nati-vuinMuiera bilmutlü) und unter cobalcischen Wismuch(Ililimttluim cobalti); ich habe aber noch nie gegrabenenWismuch ohne Cobolt, d. i. ohne Blaufarben > Cobolterdegesehen. Hingegen der auSgcschmolzene, der aber nicht mehrunter die n-niva gehöret, so wie sie uns die Natur liefert,ist freylich von aller Cobolterde frey.
2. Alle
;?) Probirkunsi, S. 146.