tö
so reichen Naturbildes, Per concifen und rein wissenschaft-lichen Darstellungsweise des Stagiriten völlig unähnlich, istselbst als eines der vielen Zeichen Per Unächtheit jenerSchrift n b e r denKosmoS erkannt worden. Mag sie immer-biit Pein Appulejus ^ oder dem Chrysippus 19 oder wem sonstzugehören! Die naturbeschreibende Stelle, die wir als aristo-telisch entbehren, wird uns gleichsam durch eine andere ächteerseht, welche Cicero unS erhalten hat. Aus einem verlorenenWerke des Aristoteles führt dieser in wörtlicher Uebertra-gung^o folgendes an: „Wenn eS Wesen gäbe, die chr denTicfcit der Crde immerfort in Wohnungen lebten, welchemit Statuen und Gemälden und allem dem verziert wären,was die für glücklich Gehaltenen in reicher Fülle besitzen;wenn dann diese Wesen Kunde erhielten von dem Waltenund der Macht der Götter, und durch die geöffneten Erd-spalten aus jenen verborgenen Sitzen herausträten an dieOrte, die wir bewohnen; wenn sie urplötzlich Crde undMeer und das Himmelsgewölbe erblickten, den Umfang derWolken und die Kraft der Winde erkennten, die Sonnebewunderten in ihrer Größe, Schönheit und lichtausströmen-den Wirkung; wenn sie endlich, sobald die einbrechendeNacht die Erde in Finsterniß hüllt, den Sternenhimmel,den lichtwechselnden Mond, den Auf- und Untergang derGestirne und ihren von Ewigkeit her geordneten unveränder-lichen Lauf erblickten: so würden sie wahrlich auösprechen,eö gebe Götter und so große Dinge seien ihr Werk." Manbat mit Recht gesagt, daß diese Worte allein schon hin-reichen Cieero's Ausspruch über „den goldenen Strom derAristotelischen Rede" zu bewähren"', daß in ihnen etwasvon der begeisternden Kraft des Platonischen Genius webt.