Band 
Zweiter Band.
Seite
17
JPEG-Download
 

17

begeisterte Naturgedicht t>eo l'ucvetuto. tfö umfaßt beu gan-gen Kosmos; Dem EmpedoeleS uuD PanueniDeö verwandt,erhöht die archaistische Dietion den Ernst der Darstellung.Die Poesie ist hier tief mit der Philosophie verwachsen,ohne deshalb in dieFrostigkeit" der Eompvsition zu ver-fallen, die, gegen die Phantasiereiche Naturansicht Plato'sabstechend, schon von dem Rhetor Menander in dem überdie physischen Hymnen gefällten Urkbeil so bitter ge-tadelt wird. '- Mein Bruder hat mit vielem Scharfsinndie auffallenden Analogien und Verschiedenheiten entwickelt,welche aus der Verwachsung metaphysischer Abstractionenmit der Poesie in den alten griechischen Lehrgedichten, indem des Lneretius und in der Episode Bhagavad-Gita , ausdem indischen Epos Mahabharata "', entstanden sind. Dasgroße physische Weltgemälde des römischen Dichters eontra-stirt in seiner erkältenden Atomistik und seinen oft wildengeognofttschen Träumen mit seiner lebensfrischen Schilderungvon dem Uebergange deö Menschengeschlechts aus dem Dickichtder Wälder zum Feldbau, zur Beherrschung der Naturkräfte,zur erhöhten Eultur des Geistes und also auch der Sprache,zur bürgerlichen Gesittung.""

Wenn bei einem Staatsmann, in einem bewegten undvielbeschäftigten Leben, in einem durch politische Leidenschaftaufgeregten Gemüthe lebendiges Naturgefüh! und Liebe zuländlicher Einsamkeit sich erhalten, so liegt die Quelle davonin den Tiefen eines großen und edlen Charakters. Eieerv'öeigene Schriften bezeugen die Wahrheit dieser Behauptung.Allerdings ist, wie allgemein bekannt, in dem Buche vonden Gesetzen und in dem vom Redner manches demPhädrus des Plato nachgebildet; das italische Naturbiid

?l V II m t I- 1 1 1 , .(fi-ciiu 1 »' II 2