Band 
Zweiter Band.
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Freude an der 'Vamv. Die nicht an den Bede» gefesselte»,mit Stimme begabten, leidenschaftlich aufgeregten Thiereconlrastircn mit dcni Stillleben der schweigsamen Pflanzen,Sie sind ein immerdar thätiges die Landschaft belebendesPrincip.Die alte Poesie betrachtet das Naturlebc» gernmit menschlichem Auge, sie leiht den Thieren und bisweilenselbst den Pflanzen Sinn und Empfindungen dcö Menschen,indem sie phantasiercich und kindlich alles Wahrgenommenein Gestalt und Trieben zu deuten weiß. Kräuter undBlumen sind von Göttern und Helden gepflückt und ge-braucht worden, sie führen dann nach ihnen den Namen,Man fühlt, daß wie ein alter Waldgcruch unS aus demdeutschen Thiergcdicht anwehe."^'

An die Denkmäler germanischer Naturdichtung hätteman vormals geneigt sein können Neste keltisch-irischer Dich-lung anzuschließen, die ein halbes Jahrhundert lang unterdem Namen Ossians wie Nebclgcstaltcn von Bolk zu Volkgewandelt sind; aber der Zauber ist verschwunden, seitdemdeS talentvollen Macpherson'S litterarisches Benehmen durchdie Herausgabe deS von ihm geschmiedeten galischen Urtcr-reS (einer Nückübcrtragung des englischen WerkeS) vollkom-men aufgedeckt worden ist. Es giebt alt-irische Fingal-Licder unter dem Namen der Finnianischen aufgezeichnetauö christlicher Zeit, vielleicht nicht einmal bis zu der desachten Jahrhunderts hinaufreichend; aber diese Volksgesängeenthalten wenig von den sentimentalen Naturschilderungen,welche den Macphcrsvn'schen Gedichten einen besonderenReiz gebe». 57

Wir haben schon oben bemerkt, daß, wenn sentimental-romantische Anregungen der Gefühle dem indogermanischen