Band 
Zweiter Band.
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aUmälig zu einiger Selbstständigkeit gelaugt sind. Was unsdie, neuerlichst so glücklich fortgesetzten Ausgrabungen inPompeji von antiker Landschastmalerei in der Manier desLudiuS zeigen, gehört höchst wahrscheinlich einer einzigenund zwar sehr kurzen Zeitepoche 15 von Nero bis TituS an;den» die Stadt war 16 Jahre vor dem berühmten Ausbruchdes Vesuvs schon einmal durch Erdbeben gänzlich zerstörtworden.

Die spätere christliche Malerei blieb nach ihrem Kunst-charakter, von Eonstantin dem Großen an bis zu dem An-sauge dcö Mittelalters, der ächt griechischen und römischennahe verwandt. Es offenbart und dieselbe einen Schatzvon alten Erinnerungen sowohl in den Miniaturen welcheprachtvolle und wohlerhaltene Manuscripte zieren, wie inden seltneren Mosaiken derselben Epochen. Rumohr gedenk,eines Psalmen-Manuscripts in der Barberina zu Rom , woin einer MiniaturDavid die Harfe schlägt, von einemanmuthigen Haine umgeben, aus dessen Gezweige Nymphenhervorlauschcn. Diese Pcrsonisication deutet aus die an-tike Wurzel des ganzen Bildes." Seil der Mitte des sechstenJahrhunderts, wo Italien verarmt und politisch zerrüttetwar, bewahrte vorzugsweise die byzantinische Kunst im öst-lichen Reiche den Nachklang und die schwer verlöschendenTypen einer besseren Zeit. Solche Denkmäler bildeir denUebergang zu den Schöpsungen deS späteren Mittclalters,nachdem die Liebe zu der Ausschmückung der Manuscriptesich aus dem griechischen Orient nach den Abendländernund dem Norden, in die fränkische Monarchie, unter denAngelsachsen und in die Niederlande verbreitet hatte. Esist daher von nicht geringer Wichtigkeit für die Geschickte