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Zweiter Band.
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Der Nationalgewohnheiken und dcS einheimische» EultuS,alles bezeugt, daß der Plan zu einem großen organischenGanzen gelegt war. Was vielleicht ursprünglich diesemPlane nicht angehörte, hat sich, wie es immer in demDränge vielumfassender Weltbegebenheiten der Fall ist,später aus der Natur der Verhältnisse von selbst entwickelt.Erinnert man sich nun, daß von der Schlacht am Granicusbis zu dem zerstörenden Einbruch der Saker und Tocharerin Baclrien nur 52 Olympiaden verflossen sind, so bewun-dert man die Ausdauer und die zauberisch vermittelndeMacht der von Westen eingeführten hellenischen Bildung.Dem Wissen der Araber, der Neuperser und Inder beige-mengt, hat diese Bildung ihre Wirksamkeit bis in daSMittelalter ausgeübt: so daß cS oft zweifelhaft bleibt, wasder griechischen Litteratur, was unvcrmischt dem Erfindungs-geiste jener asiatischen Völker ursprünglich zugehört.

Das Princip der Einigung und Einheit oder vielmehrdas Gefühl von dem wohlthätigen politischen Einflüsse die-ses Princips lag, wie alle seine EtaatScinrichtungen be-weisen, tief in dem Gemüth des kühnen Eroberers. Selbstauf Griechenland angewandt, war ihm von feinemgroßen Lehrer schon früh eingeprägt worden. In der Po-litik des Aristoteles 76 lesen wir:den asiatischen Völkernfehlt es nicht an Thätigkeit des Geistes und Kunstgeschick-lichkeit; doch muthlos leben sie in Unterwürfigkeit undKnechtschaft, wäbrend die Hellenen, kräftig und regsam,in Freibeit lebend und deshalb gut verwaltet, wären siezu einem Staate vereinigt, alle Barbaren be-herrschen könnten." So schrieb der Stagirile bei sei-nem zweiten Aufenthalte in Atben 77 , ebe noch Alerander