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Zweiter Band.
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bei bcn hochgebildeten Chinesen schon die westlichen Pro-vinzen deö Reichs^ in vier und vierzig Abtheilungen ver-zeichnet waren. Die Universal-Geographie des Ptolemäushat allerdings den Vorzug uns die ganze alte Welt sowohlgraphisch (in Umrissen) als numerisch (in sogenanntenOrtsbestimmungen nach Längen, Polhöhen und Tages-dauer) darzustellen; aber so oft auch in derselben der Vor-zug astronomischer Resultate vor den Angaben der Weg-längen zu Wasser und zu Lande ausgesprochen wird, so ist dochleider in jenen unsicheren Ortsbestimmungen (über 2500an der Zahl) nicht zu erkennen, auf welche Art von Fun-damenten sie gegründet sind, welche relative Wahrscheinlich-keit nach den damaligen Jtinerarien ihnen zugeschriebenwerden könne. Die völlige Unkenntniß der Nordweisungder Magnetnadel, d. i. der Nichtgebrauch der Boussole,welche schon 1250 Jahre vor Ptolemäus neben einemWegmesser in der Construetion der magnetischen Wagendes chinesischen Kaisers Tschingwang angebracht war, machtebei Griechen und Römern die ausführlichsten Jtinerarienwegen Mangels der Sicherheit in den Richtungen^ (indem Winkel mit dem Meridian) höchst ungewiß.

Je mehr man in der neuesten Zeit mit den indischenSprachen und der altpersischen (dem Zend) bekannt gewor-den ist, desto mehr hat man erstaunen müssen, wie eingroßer Theil der geographischen Nomenclatur des Ptolemäusals geschichtliches Denkmal von den Handelsverbindungenzwischen dem Oceident und den fernsten Regionen von Süd-und Mittel-Asien zu betrachten ist. 57 Für eine der wich-tigsten Folgen solcher Handelsverbindungen darf auch dierichtige Ansicht der völligen Abgeschlossenheit deS

A v. £umfccltt. Kosmos 11. 15