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Zweiter Band.
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Möglichkeit ihrer glücklichen Benutzung zur Erweiterung deskosmischen Jdeenkreises sich allmälig vorbereiten.

Unter den gelehrten Arabern war das Naturwisseneng an Arzneikunde und Philosophie, im christlichen Mittel-alter war es neben der Philosophie an die theologische Dog-matik geknüpft. Die letztere, ihrer Natur nach zur Allein-herrschaft strebend, bedrängte die empirische Forschung inden Gebieten der Physik, der organischen Morphologie undder meist mit Astrologie verschwisterten Sternkunde. Dasvon den Arabern und jüdischen Rabbinern 40 überkommeneStudium des allumfassenden Aristoteles hatte aber dieRichtung nach einer philosophischen Verschmelzung allerDisciplinen hervorgerufen; daher galten Jbn-Sina (Avi-cenna) und Jbn-Roschd (Averroes ), Albertus MagnuS undRoger Bacon für die Repräsentanten deS ganzen menschlichenWissens ihrer Zeit. Der Ruhm, welcher im Mittelalter ihreNamen umstrahlte, läßt sich diesem allgemein verbreitetenGlauben beimessen.

Albert der Große , aus dem Geschlechte der Grasenvon Bollstädt, muß auch als Selbstbcobachter in dem Gebieteder zerlegenden Chemie genannt werden. Seine Hoffnungenwaren freilich auf die Umwandlung der Metalle gerichtet;aber, um sie zu erfüllen, vervollkommnete er nicht bloßdie praktischen Handgriffe in Behandlung der Erze, ervermehrte auch die Einsicht in die allgemeine Wirkungsartder chemischen Naturkräfte. Ueber den organischen Bauund die Pflanzen-Physiologie enthalten seine Werke ein-zelne überaus scharfsinnige Bemerkungen. Er kannte denSchlaf der Pflanzen, das periodische sich Oeffnen undSchließen der Blumen, die Verminderung des Saftes durch