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Zweiter Band.
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Dem Flavio Gioja aus Positano, unweit dcS schönenund durch seine weit verbreiteten Seegcsetze so berühmtenAmalfi , hat man lange die Erfindung des Scecompasses zu-geschrieben; vielleicht war von demselben (1802) irgend eineVervollkommnung in der Vorrichtung angegeben worden. Eineviel frühere Benutzung deö Compaffes in den europäischenGewässern als im Anfang des 14tcii Jahrhunderts beweistauch eine nautische Schrift des RahmunduS LulluS auS Ma-joren, des sonderbaren geistreichen, crcentrischcn Mannes, dessenDoctrinen Giordano Bruno schon als Knaben begeisterten ,i0und der zugleich philosophischer Systemakiker, Scheidekünst-ler, christlicher Bekehrer und Schissfahrtskundiger war. Inseinem Buche hon ix de las maravillas dol orlio, dasim Jahr 1286 verfaßt ist, sagt Lullus , daß die Seefahrerseiner Zeit sich derMeßinstrumente, der Seekarten und derMagnetnadel" bedienten. 61 Die frühen Schifffahrten derCatalanen nach der Nordküstc von Schottland und nachder Westküste des tropischen Afrika (Don Jayme Ferrergelangte im Monat August 1346 an den Ausfluß deö Riode Ouro), die Entdeckung der Azoren (Bracir-Jnseln derWeltkarte von Picigano 1367) durch die Normänner erin-nern uns, daß lange vor Eolumbuö man den freien west-lichen Ocean durchschiffte. Was unter der Römerherrschaflim indischen Meere zwischen Oceliö und der malabarischenKüste bloß im Vertrauen auf die Regelmäßigkeit der Wiu-desrichtungen^ ausgeführt wurde, geschah jetzt unter Lei-tung der Magnetnadel.

Die Anwendung der Astronomie auf die Schiffsahrts-kunde war vorbereitet durch den Einfluß, welchen vom 13tenzum täten Jahrhundert in Italien Andalone del Nero und