bewiesen habe, baß er mehr wisse als irgend ein sterblicherMensch (guo ninguno <Je los nacitlos), so rathe sie ihmdoch den Fray Antonio bc Marchena, alS einen gelehrtenund fügsamen Sternknndigcn, mir sich zu nehmen". Ko-lumbus sagt in der Beschreibung seiner vierten Steife: „Esgiebt nur Eine untrügliche Schiffsrechnung, die der Astro-nomen. Wer diese versteht, kann zufrieden sein. WaS siegewährt, gleicht einer vision profetica. 11 Unsere Unwil-len den Piloten, wenn sie viele Tage die Küste aus denAugen verloren haben, wissen nicht, wo sie sind. Siewürden die Länder nicht wiederfinden, die ich entdeckt.Zum Schiffen gehört Compas y arte, die Bussole unddas Wissen, die Kunst der Astronomen."
Ich habe diese charakteristischen Einzelheiten erwähnt,weil sie anschaulicher machen, wie die nautische Sternkunde,das mächtige Werkzeug der Sicherung der Schiffsahrt unddurch diese Sicherung das Mittel der erleichterten Zugäng-lichkeit zu allen Erdräumen, in dem hier geschilderten Zeit-abschnitt die erste Entwickelung empfing; wie in der allge-meinen Bewegung der Geister früh die Möglichkeit vonMethoden erkannt wurde, die erst nach Vervollkommnungder Uhren, der winkelmessendcn Instrumente und der Son-nen- und Mondtafeln von ausgebreiteter praktischer An-wendung sein konnten. Wenn der Charakter eines Jahr-hunderts „die Offenbarung des menschlichen Geistes in einerbestimmten Zeitepoche" ist, so hat das Jahrhundert desEolumbus und der großen nautischen Entdeckungen, indemes auf eine unerwartete Weise die Objecte deS Wissensund der Anschauungen vermehrte, auch den folgenden Jahr-hunderten einen neuen und höheren Schwung gegeben. Es