Principe von rev den Kreisbewegungen inwohnenden Voll-kommcnbeit, bedurfte EopcrnicuS noch zu feinem Weltcnbauercentrischer, im Mittelpunkt leerer Kreise, auch eini-ger Epicykeln deS ApolloniuS von Perga. So kühn derWeg war, den mau eingeschlagen, so konnte man doch nicbtaus einmal sich von alle» früheren Ansichten befreien.
Der gleiche Abstand, in welchem die Sterne von ein-ander bleiben, indem das ganze Himmelsgewölbe sich vonOsten nach Westen bewegt, hatte zu der Vorstellung einesFirmaments, einer soliden krystallenen Sphäre geführt, anwelche sich Anarimenes (vielleicht nicht viel jünger alSPythagoraS) die Sterne wie Nagel ^ angeheftet dachte.GeminuS der Rhodier, gleichzeitig mit Cicero, bezweifelt,daß die Sternbilder in einer Fläche liegen; einige liegennach ihm hoher, andere tiefer. Die Vorstellung vom Fir-stcrnhimmel wurde auf die Planeten übergetragen; und soentstand die Theorie der ercentrische» in einander geschach-telten Sphären des Eudorus, McnächmuS und des Aristo-teles, der die rückwirkenden Sphären erfand. DieTheorie der Epicykeln, eine Construction, welcke sich derDarstellung und Berechnung der planetarischen Bewegungenleichter anpaßte, verdrängte nach einem Jahrhundert durchden Scharfsinn des ApolloniuS die starren Sphären. Obman, wie Jdeler glaubt, erst nach Errichtung deS alerandrinischen Museums angefangen habe „eine freie Bewegungder Planeten im Welträume für möglich zu halten"; obman sich allgemein früher sowohl die eingeschachtelten durch-sichtigen Sphären (nach Eudorus 27, nach Aristoteles 55)als die Epicykeln, die Hipparch und PtolcmäuS dem Mittel-alter überlieferten, nicht als fest, von materieller Dickte,