301
Meer, ja als Afrika und Asien sind", eine bestimmteZone auf der Sonnenscheibc einnehmen. Er sieht bisweilendenselben Flecken wiederkehren; er ist überzeugt, daß sie zukein Sonnenkörper selbst gehören. Die Unterschiede derDimensionen im Centrum der Sonne und bei dem Ver-schwinden am Rande fesseln besonders seine Aufmerksamkeit;doch finde ich in dem merkwürdigen zweiten Briese an Mar-cus Welscr (vom Ick Aug. 1612) nichts, das sich auf einebeobachtete Ungleichheit des aschfarbenen Randes zu beidenSeiten des schwarzen KerneS am Sonnenrande (AleranderWilsvu's schone Bemerkung von 1773!) deuten ließe. Bondem Canonicus Tarde (1020) und von MalapertuS (1033)wurden alle Verdunkelungen der Sonne kleinen um dieselbecirculirenden lichtraubenden Weltkörpern zugeschrieben, denbourbonischen und österreichischen Gestirnen (Uoibonia undAustriaca Sidera). Fabricius erkannte, wie Galilei , daßdie Flecken dem Sonnenkörper^' selbst angehören; auch er-sah früher gesehene verschwinden und dann wiederkehren;solche Erscheinungen lehrten ihn die Rotation der Sonne,die Kepler schon vor Entdeckung der Svnnenflecken geahndethat. Die genauesten Bestimmungen (1630) der Rota-tionsdauer sind aber von dem fleißigen Scheiuer. Wenn inder neuesten Zeit das stärkste Licht, welches die Menschenbisher hervorgebracht, das Drummond'sche Erglühendes Kalkes, auf die Sonnenscheibe projicirt, tintenartigschwarz erschienen ist; so darf es nicht Wunder nehmen,daß Galilei , der zweifelsohne die großen Sonnenfackelnzuerst beschrieben hat, das Licht des Kernes der Svnneu-flecken für intensiver hielt als das des Vollmondes oder derLust nahe um die Sonnenscheibe. 52 Phantasien über die