Band 
Zweiter Band.
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doctvij'cf'ni Wissens, das vorbereitet haben, tvas das fol-gende Jahrhundert an großen Ansichten über die KonstitutiondeS Lustkreises und dessen meteorologische Veränderungen hatoffenbaren können. Die Idee specifisch verschiedener Gasartenwurde im siebzebnten Jahrhundert denen, welche diese Gasartenerzeugten, nie völlig klar. Man fing wieder an, dcnUnterschiedzwischen der atmosphärischen Luft und den irrcspirabeln,lichtverlöschenden oder entzündlichen Gaöarteu der Einmen-gung von gewissen Dünsten ausschließlich zuzuschreiben. Blackund Eavendish erwiesen erst 1766, daß Kohlensäure t fire Lutttund WasserstoffgaS (brennbare Lust) specifisch verschiedene lust-förmige Flüssigkeiten sind. So lauge hatte der uralte Glaubean die elementare Einfachheit des Lustkreises jeden Fort-schritt des Wissens gelähmt. Die endliche Ergründung der che-mischen Zusammensetzung der Atmosphäre (die feinste Bestim-mung ihrer quantitativen Verhältnisse durch die schönenArbeiten von Boussingault und Dumas ) ist einer der Glanz-punkte der neueren Meteorologie.

Die hier fragmentarisch geschilderte Erweiterung deSphysikalischen und chemischen Wissens konnte nicht ohne Ein-fluß bleiben auf die früheste Ausbildung der Geognosie.Ein großer Theil der gcognostischcn Fragen, mit derenLösung sich unser Zeitalter beschäftigt, wurden durch einenMann von den umfassendsten Kenntnissen, den großendänischen Anatomen Nicolaus Steno (Slenson), welchen derGroßherzog von Toscana Ferdinand II in seine Diensteberief, durch einen anderen (englischen) Arzt, Martin Lister ,und denwürdigen Nebenbuhler'^ Newton's", Robert Hooke ,angeregt. Von Steno's Verdiensten um die Positions-oder LageruugS-Geognosie habe ick umständlicher in