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Dritter Band.
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einfachsten (triangulären) Flächen-Figuren " zurückzuführen.Was aber die letzten Principien (gleichsam die Elementeder Elemente) sind, sagt Plato in bescheidenem Misimuth,weiß Gott allein, und wer von ihm geliebt wird unter denMenschen". Eine solche mathematische Behandlung phy-sischer Erscheinungen, die Ausbildung der Atomistik, diePhilosophie dcö Maaßes und der Harmonie, hat noch spätauf die Entwickelung der Naturwissenschaften eingewirkt,auch Phantasiereiche Entdecker auf Abwege geführt, welchedie Geschichte der physischen Weltanschauung bezeichnet.ESwohnt ein fesselnder, von dem ganzen Alterthume gefeierterZauber den einfachen Verhältnissen der Zeit und des Nau-meS inne, wie sie sich in Tönen, in Zahlen und Linienoffenbaren." 13

Die Idee der Weltordnung und Weltregierungtritt geläutert und erhaben in den Schriften dcö Aristoteleshervor. Alle Erscheinungen der Natur werden in denphysischen V o r t r ä g c n sA u s c u 11 a t i o n c s p ii j s i c a e)als bewegende LcbenSthätigkeiten einer allgemeinen Weltkraftgeschildert. Von demunbewegten Bewegen der Welt"hängt der Himmel und die Natur 1G (die tellurische Sphäreder Erscheinungen) ab. DerAnordner", und der letzteGrund aller sinnlichen Veränderungen muß als ein Nicht-Sinnliches, von aller Materie Getrenntes betrachtet wer-den.^ Die Einheit in den verschiednen Kraftäußerungender Stoffe wird zum Hauptprincipe erhoben, und dieseKrastäußerungcn selbst werden stets auf Bewegungen redu-cirt. So finden wir in dem Buche von der Seeleschonden Keim der UndulationS-Theorie dcö Lichtes. DieEmpfindung deö Sehens erfolgt durch eine Erschütterung,