424
in der Zcit dcr Cäsaren. Ihre Verbreitung hangt mit demEinfluß dcr Astrologie zusammen. Die Planctenzeichen sind,wenn man die Scheibe der Sonne unb die Mondsichel aufägyptischen Monumenten abrechnet, sehr neuen Ursprungs;nach Letronne'S Untersuchungen " sollen sie sogar nicht älterals daö zehnte Jahrhundert sein. Selbst auf Steinen mit gno-stischen Inschriften findet man sie nicht. Späte Abschreiber habensie aber gnostischen und alchymistischen Handschriften beige-fügt, fast nie den ältesten Handschriften griechischer Astronomen:dcö Ptolemäuö, des Theon oder des Cleomedes. Die frühestenPlanctenzeichen, von denen einige (Jupiter und Marö), wieSalmasius mit gewohntem Scharfsinn gezeigt, aus Buchstabenentstanden sind, waren sehr von den unsrigcn verschieden;die jetzige Form reicht kaum über daö löte Jahrhundert hinaus.Unbezwcifelt ist es und durch eine dem Proclus (ad Tim. cd.Basil. p. 14) von Olympiodor entlehnte Stelle, wie auch durchein spätes Scholion zum Pindar (IstIrrn. V. 2) erwiesen, daßdie symbolisirende Gewohnheit, gewisse Metalle den Planeten zuweihen, schon neu-platonischen alerandrinischen Vorstellungen deö5ten Jahrhunderts zugehört. (Vcrgl. O ly m p i o d. 6 om m e n t.in Aristot. Meteoro). cap. 7, 3 in Jdeler'ö Ausgabe derMeteor. T. II. p. 163; auch T. I. p. 199 und 251.)
Wenn sich die Zahl der sichtbaren Planeten nach dcrfrühesten Einschränkung dcr Benennung auf 5, später mitHinzufügung dcr großen Scheiben der Sonne und des Mondesauf 7 belief; so herrschten doch auch schon im Alterthum Ver-muthungen, daß außer diesen sichtbaren Planeten noch andere,lichtschwächere, ungesehene, vorhanden wären. Diese Meinungwird von Simpliciuö alö eine aristotelische bezeichnet. „ESsei wahrscheinlich, daß solche dunkle Weltkörper, die sich um