Band 
Dritter Band.
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Nennen wir die 4 der Sonne näheren Planeten, zwischendem Ringe der Astcroiden (der Kleinen Planeten) nnd demCentralkörper gelegen, innere Planeten; so zeigen sie sich allevon mäßiger Größe, dichter, ziemlich gleich und dabei langsamum ihre Achsen rotirend (in fast 24stündigcr Umdrchungö-zeit), minder abgeplattet und bis auf einen (die Erde) gänzlichmondloö. Dagegen sind die 4 äußeren, sonnensernerenPlaneten, zwischen dem Ringe der Astcroiden und den unsunbekannten Ertrcmcn dcö Sonnengebietö gelegenen: Jupiter ,Saturn, Uranus und Neptun , mächtig größer, 5mal un-dichter, mehr als 2mal schneller in der Rotation um die Achse,stärker abgeplattet, und mondrcichcr im Berhältniß von 20zu 1. Die inneren Planeten sind alle kleiner als dieErde (Merkur und Mars und (Piial kleiner im Durch-messer); die äußeren Planeten sind dagegen 4,2-bis 11,2malgrößer als die Erde. Die Dichtigkeit der Erde 1 gesetzt,sind die Dichtigkeiten der Venuö und deö Marö bis aufweniger als y i0 damit übereinstimmend; auch die Dichtigkeitdeö Merkur (nach Encke'S aufgefundener Merkurö-Masse) ist nurwenig größer. Dagegen übersteigt keiner der äußerenPlaneten die Dichtigkeit %; Saturn ist sogar nur %, fastnur halb so undicht als die übrigen äußeren Planeten und alödie Sonne. Die äußeren Planeten bieten dazu daö einzigePhänomen deö ganzen Sonnensystems, daö Wunder eincö,seinen Hauptplaneten frei umschwebenden festen Ringes, dar;auch Atmosphären, welche durch die Eigenthümlichkeit ihrerVerdickungen sich unserem Auge alö veränderliche, ja imSaturn bisweilen als unterbrochene Streifen darstellen.

Obgleich bei der wichtigen Vertheilung der Planeten inzwei Gruppen von inneren und äußeren Planeten generelle