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(Sartagcita Cc JndiaS lag und eine Tetal-Finstcrniß beobachtete,war es mir überaus auffallend, wie viel leuchtender die rctheMondscheibe unter dem Tropenhimmel erscheint als in meinemnördlichen Vatcrlande. 27 DaS ganze Phänomen ist bekanntlicheine Folge der Strahlenbrechung: da, wie Keplcr sich sehr rich-tig ausdrückt (Paralip., Astron. pars optica p. 893),die Sennensirahlcn bei ihrem Durchgänge durch die Atmosphäreder Erde inflectirt^ und in den Schattenkegel geworfen werden.Die geröthetc oder glühende Scheibe ist übrigens nie gleich-förmig farbig. Einige Stellen zeigen sich immer dunller unddabei fortschreitend farbcändrrnd. Die Griechen hatten sich eineeigene, wundersame Theorie gebildet über die verschiedenenFarben, welche der verfinsterte Mond zeigen soll, je nachdemdie Finsterniß zu anderen Stunden eintritt . 29
In dem langen Streite über die Wahrscheinlichkeit oderUnwahrschcinlichkcit einer atmosphärischen Umhüllung des Mon-des haben genaue Occultationö-Beobachtungen erwiesen, daßkeine Strahlenbrechung am Mendrande statt hat, und daß sichdemnach die Schrötcr'schen Annahmen 30 einer Mond-Atmosphäreund Mond-Dämmerung widerlegt finde». „Die Berglei«chung der beiden Werthe deS Mond-Halbmessers, welche maneinerseits aus directer Messung, andererseits aus der Dauerdcö VerweilcnS vor einem Firstern während der Bedeckungableiten kann, lehrt, daß das Licht eines FirsternS in demAugenblick, in welchem letzterer den Mcndrand berührt, nichtfür uns merklich von seiner geradlinigen Bewegung abge-lenkt wird. Wäre eine Strahlenbrechung am Rand deö Mon-dcö vorhanden, so müßte die zweite Bestimmung den Halb-messer um das Doppelte derselben kleiner ergeben als die erste;wogegen aber bei mehrfachen Versuchen beide Bestimmungen