Band 
Dritter Band.
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bereits gemessenen Höhenpunkten auf dem Monde finde ich 39höher als den Montblanc (2462 Toisen) und 6 höher als18000 Pariser Fuß. Die Messungen geschehen entweder durchLicht-Tangenten (durch Bestimmung des Abstandes der in derNachtseite deS Mondes als Lichtpunkte erleuchteten Berggipfelvon der Lichtgrenzc), oder durch Länge der Schatten. Derersten Methode bediente sich schon Galilei , wie aus seinemBriefe an den Pater Grienberger über die >lonluo8ilä dellaLuna erhellt.

Nach Mädler's sorgfältigen Bergmessungcn mittelst derLänge der Schatten sind die Kulminationspunkte des Mondeöin absteigender Folge am Südrande, dem Pole sehr nahe,Dürfel und Lcibnitz, 3800 Toisen; das Ringgebirge New-ton, wo ein Theil der tiefen Aushöhlung nie, weder vonder Sonne noch von der Erdses-stbe, beschienen wird, 3727Toisen; Casatus östlich von Newton 3569 T.; Calip-pus in der Kaukasus -Kette 3190 T.; die Apenninenzwischen 2800 und 3000 T. Es muß hier bemerkt werden,daß bei dem gänzlichen Mangel einer allgemeinen Niveau-Linie (der Ebene gleichen Abstandes von dem Eentrnm einesWeltkörpcrs, wie unö auf unserem Planeten die Mccresflächedarbietet) die absoluten Höhen nicht streng unter einander zuvergleichen sind, da die hier gegebenen 6 numerischen Resultateeigentlich nur Unterschiede der Gipfel von den nächsten sieumgebenden Ebenen oder Tiefpunkten ausdrücken. J3 Auf-fallend ist es immer, daß Galilei die höchsten Mondgebirgeebenfalls «ineirea miglia qualro«, also ohngefähr 1 geogr.Meile (3800 T.), schätzte und sie nach dem Maaß seinerhypsometrischen Kenntnisse für höher hielt als alle Bergeder Erde.