Band 
Dritter Band.
Seite
608
JPEG-Download
 

008

linuufcn. Die, 276 Pfund wiegende Masse von Ennsheimim Elsaß war (7 Nov. 1-192) nur 3 Fuß, eben so lies derAvrolith von Braunau (.14 Juli 1847) eingedrungen. Ichkenne nur zwei Meteorsteine, welche bis 6 und 18 Fuß denlockeren Boden aufgewühlt haben; so der Aorolith von Castro-villari in den Abruzzen (9 Febr. 1583) und der von Hrad-schina im Slgramer Eomitat (26 Mai 1751).

Ob je etwas auS den Sternschnuppen zur Erde gefallen,ist vielfach in entgegengesetztem Sinne erörtert worden. DieStrohdächer der Gemeinde Belmonk (Departement do lAin.Arrondissement Bellcy), welche in der Nacht von 13 Nov.1835, also zu der Epoche des bekannten November-Phänomens,durch ein Meteor angezündet wurden, erhielten das Feuer,wie cS scheint, nicht aus einer fallenden Sternschnuppe, son-dern aus einer zerspringenden Feuerkugel, welche (problematischgebliebene) Aörolithen soll haben fallen lassen, nach den Be-richten von Millct d'Aubenton. Ein ähnliche Brand, durcheine Feuerkugel veranlaßt, entstand den 22 März 1846 um3 Uhr Nachmittags in der Commune de St. Faul bei Bagnörede Luchon. Nur der Steinfall in Angers (am 9 Juni 1822)wurde einer bei Poitiers gesehenen schönen Sternschnuppe bei-gemesscn. Das, nicht vollständig genug beschriebene Phäno-men verdient die größte Beachtung. Die Sternschnuppe glichganz den sogenannten römischen Lichtern in der Feuerwerkerei.Sie ließ einen geradlinigen Strich zurück, nach oben sehrschmal, nach unten sehr breit, und von großen, Glänze,der 10 bis 12 Minuten dauerte. Siebzehn Meilen nördlichvon Poitiers siel unter heftigen Detonationen ein Aorolith.

Berbrennt immer alleö, was die Sternschnuppen ent-halten, in den äußerste» Schichten der Atmosphäre, deren